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Historische Nachrichten über den zur gräflich-mansfeldischen Herrschaft Heldrungen gehörenden Marktflecken Gehofen und die in der Landgrafschaft Thüringen gelegenen Ämter Leinungen und Morungen
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es mit höflichen Danck an, wolte nnr erwarten, wie sich der folgende Durox^smusan lassen würde. Nachdem sie aber dieselbe nicht absordern ließ, giengen selbigenMorgen nach dem DuraxMno gedachte Herrn zu der Frauen von Eberstein,befragten sie, wegen ihres zustandes, darauff sie berichtete: Sie hätte eine gantzschlafflose Nacht gehabt, in dem der Geist die gantze Nacht über in der Stubengewesen seye, und sich über die Wiege und das Rind geleget haben soll, daß solchesauch aus der Wiegen genommen werden müssen. Aufs Befragen, ob sie in dergantzcn Grafschafft auffdenen Eantzeln vor sich gebeten haben wolte, gab sie zurAntwort: Daß ihr das Gebeth sehr nöthig wäre, doch wäre sie zu frieden, wannsolches allein in dein vseunat Artern geschähe, welches auch also angeordnet worden;Ersuchte hierauff ^hrer Hoch-Gräflichen Gnaden zu Manßseldt unterthänigen Danck,vor dero allezeit gnädige Vorsorge ihrenthalben abzustatten. Von äuto bis aufdeu sI. llusus hat sich der Zustand ebenfalls leidlich erwiesen, und ist die Hoch-Adel. Frau meistentheils ausgewesen, doch einen Tag besser als den andern, wiewoldie drey Hertzensstößc Morgends und Abends allzeit eoutänniret. Die folgendenTage hernach scynd sie beschwerlicher worden, indem nicht allein die betrübtenStunden ängstlicher, samt denen Durox^smis, so frühe als Abends angehalten;sondern es hat auch der Geist mit seinen öfftern UMuritionibus sda er den s3. und20. ImjnL die gantze Nacht nicht von ihr gewichen seyn soll) der Hoch-Adl. Fraueneine große Furcht und Hertzens-Angst verursachet, auch viel Ltpinutu intiigirel,und dabey absonderliche seinMÜn zu denen Häbstischen Greueln zu treten machenwollen; welches alles aber die Hoch-Adl. Frau Dickientin nicht allein mit GrundeGöttl. Worts dem 8psot,ro gäntzlich abgeschlagen; sondern auch zu mehrer Ver-sicherung ihres Glaubens und eines gnädigen Gottes, auch ihrer Seelen Seligkeit,den 22. äita zum H. Abendmahl swie sie es denn zu vorhero öffters gethan) sicheingestellet, darüber das Kpoebrum hefftig erzürnet, die Hoch-Adl, Frau, als sie inden Beichtstul gehen wollen, beym Arme soll gehalten haben, sie hat aber sich imNamen Gottes losgerissen, und ihren guten vorgenommenen Zweck eontitsnäo ckeommunieunäo durch Gottes Gnade erreichet. Hierüber hat nun, ihrem Berichtenach, der Geist dieselbe nicht allein mit vielen Aneipcn täglich gcängstiget, sondernauch am 23. äibo, ihrer Aussage nach, bey der Abend-Bethstunde ihr den Mundzugehalten, und fest verschlossen, daß sie nicht mit beten und singen können, bisman es angcmercket, und solchen ihren Mund mit einem Finger geöffnet hat,welche Verschliessung auch also den Sonntag, Mon- und Dienstag meistentheilsunter dem lieben Gebeth ihr begegnet, er auch die gantze Nacht als eine Tcntner-Last auf ihr gelegen, und sie sehr gedruckt haben soll, also daß sie sich nicht rührenkönnen. Den 26. ckibo hat das .chuzotrum, ihrem Vorgeben nach, abermals starckgearbeitet, und sie mit Religions-Scrupeln ferner angetastet, worinnen die Hoch-Adl.Frau aber mit ihrem wohlgegründeten Thristenthum und Glauben sich standhafftiggefasset, und solche insulbus abgetrieben. Insonderheit soll das bffisetrmn eintrauriges pvOAuostieon aus die vorstehende Martcrwoche gestellet haben, daß darumdie Hoch-Adl. Frau große Schmertzens-Angst und Elend ausstehen solte, wenn siesich nicht indessen zu dem bißherigen Ansinnen des chxzcckri rssolvirte, maßen danndie Angst diese und folgende Tage bcy der Hoch-Adel. Frau so groß gewesen, daßes nicht zu beschreiben. Den 27. ssusä. ist der Geist den gantzen Tag umb dieHoch-Adl. Frau, ihrem Bericht nach, gewesen, dannenhero sie auch des Abends ihrauf eiue traurige Stunde die Rechnung gemacht, welche auch mehr als zu sehrerfolget, sintemal nicht allein die gewöhnlichen pulß und Stöße stärcker gewesen,sondern es hat nach der Stunde der Geist dieselbe mit aller Gewalt gezogen, undaus dem Bette haben wollen, also, daß auch 6. oder 7. Personen sie kaum erhaltenkönnen, welches auch des Morgends gleicher gcstalt, und zwar mit hcfftiger Gewaltgeschehen. Diesen Tag, als den 23. äibo, hat die arme Frau immerzu über großeHertzens-Angst geklaget, und ist betrübt hermnb gegangen, darumb auch des Abendsein solcher harter Stand erfolget, als von vielen Wochen her nicht gewesen, zumal