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Historische Nachrichten über den zur gräflich-mansfeldischen Herrschaft Heldrungen gehörenden Marktflecken Gehofen und die in der Landgrafschaft Thüringen gelegenen Ämter Leinungen und Morungen
Entstehung
Seite
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nothlcidende Brust vielfältig geschlagen, daß sie sehr schrecklich zugerichtet worden,welches ihrem Berichte nach der Geist gethan haben soll.

sonntags frühe als den 27. clit-o ist das Glend erst recht angegangen, und anstat daß es mit dem Hände- und Armringen nachgelassen nebst denen dreyerschrecklichen h>ulßen und Nachstößen, ist es der Hoch-Adelichen Frau mit ihreneignen Händen wieder nach dem Gesichte kommen, und ihr viel Backenstreiche undMaulschellen gegeben, bald mit ihrer rechten bald mit ihrer lincken Hand sdochmehr mit der rechten, damit der Schuß geschehen) in das Gesichte geschlagen, daßes mit Kammer gesehen und gehöret worden, und war zuerbarmen, daß da dieHoch-Adcliche Frau Nachmittages ein wenig Speise umb sich zu erquicken zu sichnehmen wollen, ihr der Bissen Brod mit einem mächtigen schlage und zwar mitihrer eigenen Hand, aus den Munde entzogen worden. Gleichen Austand hat esmit der Hoch-Adclichen Frau den 28. ckuu. gehabt, wie auch den folgenden Dienstag,als den 2yten ckuu. Mittwochs frühe den Zvten äito ist es Gott lob gar erleidlichgewesen, und hat die Hoch-Adeliche Frau von der Morgen-Angst wenig empfunden,weil sie selbige fast gantz verschlussen, ist auch denselben Tag, biß an den Abendimmer umbher gegangen. Die Abend-Angst aber ist ein wenig hefftiger gewesen.Donnerstags den 2 s. ckun. wie auch folgende Tage haben sich die Duroxysmi zwareingefunden, sind aber noch hingegangen, und hat darauff die Hoch-Adelichc Fraudes Tages über guten frieden gehabt.

Den 5ten Vsbr. dieses Jahrs sind wieder aufs Hoch-Gräfl. Gnädigen hcrr-schasftl. Befehl von Gißleben anhero kommen, der Herr (len. 8up6rinksnclsn8Aohann Rößncr, zusambt dein Gräfl. Herrn Lonsist-oriul-Regierung?-Hof- undBerg-Rath Gottsried Schräder, welche gegen drey Ahr Nachmittage die Hoch-Adel.Frau Dutieutm besucht, so dazumahl auffgewescn und herum gegangen, die beydcnHerrn freundlich empfangen, mit in ihre Oberstube geführct, von unterschiedenenMaterien mit ihnen ihrem guten Verstände nach geredet, und biß gegen 5. UhrAbends bey ihnen sitzen geblieben, nachhero sie sich als das Licht angebrandtwerden wolte, in einen AAnckel aufs der rechten Hand der Stuben-Thür gegenüber setzen, allda ihren Duroxysmmn, deßhalben sie vorhero allezeit sich in dasBette legen müssen, abzuwarten, und als aufs ihr Begehren sie sich vor ihr aufsStühle niedersetzen, konte man zwar, daß ihr Angst zu werden angefangen, ab-mcrcken, nichts destoweniger führe sie in ihren äiseni'Lkn fort, und bezeugte sich nachBegebenheit etwas srölich, da sie dann ehe man sichs am wenigsten versähe, derDuroxysinns im Augenblick überfiel, so gar, daß sie unterschiedene hertzcnsstössebekam, und ihr Leib eines Vater unsers lang, starck moviret wurde, unter welcherAeit man hertzlich und andächtig betete, biß sie der Duroxysmns wiederumb undzwar noch stärcker als das erste mahl überfiel, da sie endlich zuletzt drey starckepulsns wieder das Hertz bekam, und davon in eine Ohnmacht fiel, als sie sich aberbald hierauff i'ke<MZsiret, sagte sie: Da gehet es zur Stuben hinaus swiewohl dieAnwesenden nichts gesehen) und betete sehr andächtig. Nach vollbrachtem Gebethestunde sie auss und redete also stehend biß zur Abendmahlzeit, die sie mit freudigeinGemüthe zu sich genommen, daß man sie vor die jenige, welche eine solche un-gemeine Aranckheit vor wenig verflossener Zeit ausgestanden, nicht hätte ansehensollen. Anter währender Mahlzeit und bey unterschiedenen Reden, sagcte der HerrLnpsi'inksuÄöns zu der Hoch-Adelichen Frauen: Gr wolte wünschen so glückseelig zuseyn, nach etlicher Leute Meynung sie zu bereden, daß ein Geist ihr würcklich nichterschiene, gab sie zur Antwort: Sie wünschte es, daß sie dessen überredet werdenkönte. Allein sie sehe ja den Geist mit ihren Augen, und ihr jüngstes Töchterleinsehe denselben auch, welches wiewohl es noch nicht reden könte, dennoch denenAmbstehenden zeigete, wo er in der Stuben stünde. Als hernach diese bcydc Herrenvon der Frau DsäisnAn Abschied nahmen mit dem Grbictcn, wann sie folgendenMorgen bey herannahung ihres Dg.roxy.'-mi dieselben umb sich leiden könte undvor sich erfordern lassen würde, sie sich willigst wieder einfinden wolten, nahm sie