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Historische Nachrichten über den zur gräflich-mansfeldischen Herrschaft Heldrungen gehörenden Marktflecken Gehofen und die in der Landgrafschaft Thüringen gelegenen Ämter Leinungen und Morungen
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das 8pestrmn alles vorig Beginnen und ängstlich Angerissen hervor gesuchet, siegekneipet, die Arme und Hände gedrehet, sie mit ihren eignen Händen geschlagen,den Rlund zugehalten, den Hals gedruckt, auch mit aller Rcacht versucht, ob er sieaus dein Bette stürtzen möchte. Frühe den 29. Bsbv. ist gleicher Zustand, dochetwas erleidlich gewesen, auch hat die Gestr. Frau die liebe Kirche und Paßions-Predigt besucht. Des Abends sind lwiÄ eonsvslü die drey Puls und Stöße nichtallein, sondern auch das Ringen und in die Höhewersfen gar starck gewesen, also,daß man sich besorget, daß sie mit dem Kopfs oben an dem Bett zum Haupte»anschlagen, oder gar mit Gewalt aus den: Bette gerissen werden möchte. Bonäucko ist biß ich und mehr Tagen der Zustand der Hoch-Adl. Frauen gar leidlichgewesen, ungeachtet, daß sie aus geringen erdichteten: Ursachen von dem 8psetroofstermals gekneipet worden, hat sie, ausser denen gewöhnlichen Angststunden, welchebald zu- und bald abgenommen, den gantzen Tag gar fein zugebracht, und sichwohl befunden, daß wir dem höchsten GGtt dafür zu dancken Rrsach gehabt.Den. und s6. Nui'tli sind die Daroxysnu wieder etwas Hefstiger gewesen, zumaldes Abends, und solte sichs nach des Geistes Borbericht, nun allmählich zurbestimmten Rlarterwoche schicken. Den 2H. als den Rlontag in der RIarterwochen,hat es wie Rcäuse in ihren Fingern, Armen, und an dem Hertzen, ihrem Berichtnach, zu fressen angefangen, auch ist das Kneipen, Drehen, und große Hertzens-Angst also erschrecklich gewesen, daß wir sie kaum in dein Bette haben erhaltenkönnen. Als sie nun folgendes Dienstags auf dero Eheliebsten Gutachten, zu ihrenBefreundten nacher Brücken gereisct, und daselbst erleidlichern Zustand zu habenverhoffet, hat sie daselbst von den: Geist grausame Beängstigungen, gleich sonstiemal geschehen, empfunden, und solches hat auch den stillen Freytag und drittenOstertag ecmtmniret. Den Tag nach den Gfter-Bsrisn ist die Hoch-Adl. Frauvon Brücken wieder nacher Hause gefahren, und ist diese Woche in erleidlichent-svininis zugebracht worden, auch, welches nicht zu verhalten, als dero Hoch-Adl.Frau per Lxsinplu. dieser (t.age einen:, erzehlet worden, wie dieses oder jenesRuttel die Geister zu vertreiben bcy unterschiedlichen uäliibiret worden, daß sie sichalso Thristlich erkläret, und beyseyns Herrn Hofrath Erffurts, und des Herrn Bseauivon Artern gesagt: The ich etwas unnatürliches oder unziemendcs gebrauchen wolte,wolte ich lieber meinen Leib noch länger nach Gottes Willen zu quälen zun: bestengeben, nur daß die arme Seele zun: ewigen Leben erhalten werde. Woraus endlichenden folgenden Sonntag Hns-siinocko^snili früh Rlorgens, als Nachts vorhero dieHoch-Adl. Frau mit den: 8pset.ro ein und anders geredet, gleichsam der Abschiederfolget, und der Geist gesagt haben soll: Weil sie, die Hoch Adl. Frau, zu nichtsbißhero wäre zu bewegen gewesen, und sie an ihrem GGtte so beständig verbliebe,wolte er sie verlassen, und weichen, die ^.pMritionss auch hieraus aussen blieben,und sowol bey Früh- als Abend-Du-roxysmo sie nichts mehr gesehen. Worüber sieund wir alle mit einander von Hertzen uns erfreuet, und ist Sonntags Nissricoräia«Boinini den: höchsten GGTT, in öffentlicher Kirchcn-Bersammlung, für die gnädigeErlösung von solchen: großen Übel, hertzlichen Danck gesaget worden.

Dieß ist also die eigentliche Beschreibung des Zustande?, so GGtt über unsbiß hieher verhänget. Woraus denn lcichtlich zu widerlegen sind die unwarhafftigenDichter und Schreiber, welche zumal fürgeben dürffen: Als erschiene der Geist nichtmehr in voriger Nonnen- sondern in recht Teufelischer Gestalt, und hätte die Hoch-Adl. Frau leibhafftig besessen., welches alles der Thristl. Liebe und offenbarenWarheit zu wider läufst, vielweniger einiger Priester also unzeitig juüiciret habenkan; wie nicht minder ist der Rslorsnl zu starck und milde gewesen: daß der böseGeist der Frauen von Eberstein solte Arn: und Bein zubrochen, und endlich denHals umbgedrehet haben, dafür sie der allerhöchste GGTT auch ferner behütenund bewahren wolle. Ria:: läßt auch hie an seinen Grt gestellet seyn andererLeute juälsia und RIeinungen über diesen Zufall, auch wol dererjenigen, welchedie Hoch-Adeliche Frau in ihren: bejammern?-würdigen Zustande nicht einmal