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Historische Nachrichten über den zur gräflich-mansfeldischen Herrschaft Heldrungen gehörenden Marktflecken Gehofen und die in der Landgrafschaft Thüringen gelegenen Ämter Leinungen und Morungen
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die Abend Angst-Stunde herbey komnien, da es wiederum!' sehr starck gewesen, undhaben die drey letzten Hulß über aus lange gewähret. In währender Angst-Stundesoll der Geist zu der Frau Datisntiu gesagt haben. Bete doch aus dein LiedeWeinen IGsum laß ich nicht, den vierten vers. Aleinen IGsum laß ich nicht,wenn mich meine Sünden quälen, wenn mein Hertz und Satan spricht, sie sindgroß und nicht zuzehlen, spricht Gr sey getrost mein Uind, Ich, Ich tilge alledeine Sund. Nach der Angst-Stunde ist die Hoch-Adeliche Frau sehr abgemattetliegen blieben, unter währender Wahlzeit soll der Geist wieder zu ihr gesagt haben:Bete aus dem Liede, Gedult ist euch von Nöthen, den sechsten vers. Gcdult setztihr vertrauen aufs Thristi Tod und Schmertz, macht Satan ihr ein Grauen, so fastsie ihr ein Hertz, und spricht: Zürn immer hin, du wirst mich doch nicht fressen,ich bin zu hoch gesessen, weil ich in Thristo bin. Worauff die Hoch-Adeliche Fraudie gantzc Nacht wenig ruhe gehabt, doch etwas besser als die vorige, da sie dennmit Gebeth und allen Fleiß wohl in acht genommen worden, daß der Geist durchGöttliche Hülste nicht Alacht gehabt zu seiner Intention zu kommen. And also istes auch den 23. Instn« ergangen, dabey der Geist in dem I'aroxysino des Abendszu der Frau Datientin ins Ohr gesagt haben soll. Warum betest du nicht ausdein Liede: Frisch auff meine Seel verzage nicht, den 3. vers.

Trotz sey dem Teufel und der Welt,von GBtt mich od zu führen.

Zluff ihn meine Hoffnung ist gestellt,

Sein Gutthot thn ich spüren.

Denn Er mir hat Gnad Hülst und Rath,

In seinem Sohn verhelfst n.

Wer Ihm vertraut hat wohl gebaut,

Wer will mich anders weisen.

Worgends als den 2^. ckan. ist der Aampf wieder starck angegangen, ab-sonderlich die drey letzten Hulß, darbey gleich wie sonst meistentheils hefftige Ohn-mächten zugcstossen, der Leib sehr lange in die Höhe gehalten worden auch solchehefftige Nachstöße erfolget, daß maus ohne entsetzen nicht sehen können. Bieseinstehende Nacht sind wiederum!' vor der Treutz-Stunde die Armen erschrecklichgedrehet und verkehret worden, wie auch die drey letztern Hulß sehr grausamgewesen, dabey viel Ohnmächten. Der Schlaff hat gewähret biß zu Witternacht,da wieder ein starckes Drehen lind Anhalten kommen, als dieses vorbey, hat dieHoch-Adeliche Frau geruhet biß anden Worgen. Den 25ten äito als den Bckchrungs-Tag St. Hauli hat es frühe gleichen Zustand gehabt.

Sonnabends als den 26teil ImjuL war (lies eritiens, da es nach des Geistesberichteter eigenen Aussage etliche Tage vorher, weil es eben Sonnabends, da voracht tagen die Schüsse mit Pistolen geschehen, welches leyder! mehr als zu wohleingetroffeil, sintemahl es lisch gar frühe war, da die gewöhnliche Angst bey derwohl geplagten Frauen sich angefangen, nach 6. Ahr aber die 3. Hu öxtraoräinnrgroß und starck gewesen, auch über diß sehr viele und hefftige Nachstöße gegeben,daß sie hoch in die höhe geworffen, und von so vielen Ambstehenden nicht hatkönnen gehalten werden, dabey sehr öfftere lipotllymiöö sich gesunden. In währenderdieser Zeit soll der Geist swann einmahl ein starcker Aampff vorbey gewesen)gleichsam mitleidend die abgemattete krancke Frau von Eberstein angeredet habeil:Ich muß dich ein wenig ruhen lasseil, selbst auch ans Fenster getreteil sein, alswenn er sich abkühlen wolle, oder etwan aus dem Tabinet gewichen, doch bald undgeschwinde wieder da gewesen, und sie auffs neue zu plagen angefangen, und istdieses wohl zumercken, daß nach der Gestrengen Frauen Bericht der Geist inwährendem eontlietn geschwinde wie ein Hfeil oder Blitz bald hier bald da untenund oben uiiib und neben ihr gefahren.

Zu Wittage umb s2. Uhr als die Stunde kam, da vor acht tagen der Schußgeschehen, ist dieser Lonllietns extra, orclinem viel grausamer gewesen, und hat sichdie Frau von Eberstcin mit ihren eigenen Händen ins Angesicht und die sonst