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Historische Nachrichten über den zur gräflich-mansfeldischen Herrschaft Heldrungen gehörenden Marktflecken Gehofen und die in der Landgrafschaft Thüringen gelegenen Ämter Leinungen und Morungen
Entstehung
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jede in Goldschrift die Namen der bezüglichen Ahnen enthielt, seitwärts jedes Namensund in gleicher Höhe waren an vorstehenden Säulen, auf Vorsprängen derselben, diezugehörigen Wappen aus durchscheinendem Alabaster angebracht; außer jenen Namenenthielt jede der beiden Abthcilungcn noch eine achtvcrsige Strophe; ebenso trug deruntere Theil der Platte, gleichfalls in vertieften Goldbuchstabcn, die Bcstimmungs- undStiftungs-Jnschrift (s. unten). Vor der Mitte der Platte stand ein Kruzifix mit einemwahrhaft künstlerisch gelungenen Christus; dasselbe, an dessen Fuße ein Wache haltenderrömischer Soldat in hockender Stellung angebracht war, umstanden drei, etwa Vs Meterhohe weibl. Figuren, den Glauben, die Liebe und die Hoffnung sinnbildl. darstellend.

Im Vordergrunde standen nun die lebensgroßen Statuen des Fcldmar-schalls und seiner Gemahlin, und zwar kniete rechts vom Beschauer aus derFeldmarschall, dargestellt in vollem, mit dem Elcphantenordcn geschmücktem Harnisch,den Helm zur Seite; links kniete die Gemahlin. Diese Statuen und Statuetten sindebenfalls aus Hellem Marmor bczw. Alabaster gearbeitet.

Die an dem Grabmale angebracht gewesenen Wappen und Namen und Verse sind:

u) des Feldmarschalls:t. v. Eberstein, 5. v. Trotha, 9. v. Bibra, ;z. v. Breitenbauch,

2. v. Stammcr, 6. v. Hoym, ;o. v. Feldheini, tl- v. Marnhold,

2. v. Lanterbach, 7. v. Schindel, N- v. Landskron, ^5. v. Hoberg,

1. v. Vssa, 8. v, Gablenz, ;2. v. Einsiedel, ;s. v. Heriß.

l>) der Feldmarschallin:

5. r. Ditsnrth, 5>. v. Münchhansen, 9. v. Schönborn, ;z. v. Langen,

2. v. Harthausen, s. v. (Quernheim, ;o. v. Biesen, v. Barsen,

2. v. Lardeleben, 7. v. Reden, v. Friesenhansen, ^2. v. Haselhorst,

r>. (Oeynhausen, 8. v. Kersenbrock, (2. v. Amelunxen, zs. v. Kanne.

Auf der ersten Platte stand:

In Jesu Hab ich fnnden Mensch j ^ . l Gerechtigkeit und Leben,

Dann Jesus hat für nieine Sünd s ) sich in den Tod gegeben.

Durch Iesum bin ich Gottes Kind, ein HimmelsErb der Gnaden,

Dann Jesus hat des Vaters Jörn auf sich geladen.

Mit Jesu kann ich über tvelt, Tod, Holl und Teufel siegen,

Dann Jesus hilft durch seine Kraft mir seinen Ritter kriegen.

In Iesn will mit Freyden ich ans diesem Grabe gehen,

Bey Jesu mit der Engelschaar zur Rechten Gottes stehen.

Auf der zweiten Platte stand:

Das beste Himmels Kleinod j ^ , j göttlich Dreifaltigkeit,

Das höchste Gut die Ewigkeit s s die dreifach Einigkeit.

Dies ist die Kraft, so mich erhielt in mancherlei Gefahr;

Dids ist der Trost, der mich erquickte, wenn ich in Rötheu war;

Dies ist das Licht, so mich geführt znm Himmel, seinen Anecht;

Dies ist das Kleinod, so da ziert mein ritterlich? Geschlecht.

Drum lob ich dieses Kleinod mir, göttlich Dreifaltigkeit,

Drum ehr ich dieses höchste Gut, die dreifach Einigkeit.

Die Bestimmungs- und Stiftungs-Jnschrift lautet:

.-tun» 1665

hat der hochwohlgebohrne Herr Ernst Albrecht von Eberstein, Ritter, Dero zu Danemark,Norwegen Königl. Mass, bestallter GeneralFeldMarschall, Gouverneur Dero vestungen und Milieein denen Fürstenthümer Schleswig Holsiein, Droste der Herrschaft Hinneberg, auch (vbrhtcr zu Roßund Fuß, ans GeHoven, Rcuhans und Hasscnbrnch Erb und Gerichtsherr, auch Inhaber der AmterLeinuugcn und Mornngen, Ihm, seiner Herzliebsten und geliebten Kindern dieses Epitaphium

zum Gedächtniß aufführen lassen.