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Historische Nachrichten über den zur gräflich-mansfeldischen Herrschaft Heldrungen gehörenden Marktflecken Gehofen und die in der Landgrafschaft Thüringen gelegenen Ämter Leinungen und Morungen
Entstehung
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Herren Klägern in dieser Instanz erweislich aufgewendeten außerordentlichen Kosten inder Maße beitragen, in welcher sie Lehnfolger des verstorbenen Herrn Baron Hainriab^Voll van überslsin geworden sind. Übrigens wollen sich die Herren Transigenten

8 VII. gerichtlich zu dem Inhalte dieses Vergleichs bekennen, und sollen die Kostender Abfassung und Rckognition dieser Urkunde nach Proportion der derinaligen durch denRezeß vom 29/23. cknnr. e. n. bestimmten Vesitzratcn getragen werden.

So geschehen zudi'vsslainnnKkn, am24, Vavlm, undVViLsanIklLam 20. Vavlm, 1825,

(I-, 8.) Gustur Molpk Freih. von Eberstein, Major a. D., für sich und inGeneral-Vollmacht seiner Brüder, welche in Abschrift beilicgt.

(H. 8.) Lrust tliU'I kiitlolpb 4ustrvix von Lbövstsin für mich und besage bei-liegender Generalvollmacht meines Bruders Varl lleiniüeü üllvistin»Vilbelm v. Illler-Mei'stein zu Uinclen.

(II. 8.) Job. Milbelm Ferüiumul Mnupwrli Gankiml-Bevollmächtigter des HerrnStaatsministers Marl Tbcoüor NoBeM Freihcrrn von lüborstoin zu Vaiin?,

Als im I. 1825 der kurz vorher bestellte Pfarrer Fuhrmann gestorben mar,meldeten sich zu dieser ausgezeichnet dotirten Stelle nahe an 80 Bewerber. Gustavglaubte nach einer früheren gelegentlichen Verständigung mit seinem Bruder Franzeinen glücklichen Griff zu thun, wenn er die Stelle dem damaligen Pastor in Gounabei Sangerhausen, Wollweber, übertrüge; er benachrichtigte diesen von seinem Entschlüsse,ihm die Stelle verleihen zu wollen und ersuchte ihn, offiziell bei ihm darum einzukommen.

Nr. 48. HUivatllhreitien des Kastors Wollweüer an den Major Gustav ÄdokpliArlirn. v. Oberstem ck. <1. Gonna, 24. Kebr. 1825.

Hochwohlgcborcner Herr, Hochverehrter Herr Major! Das gütige Schreiben Ew.Hochwohlgcboren Gnaden hat mich So angenehm überrascht, daß ich in diesem Augen-blicke außer Stande bin, Ihrem besonderen Wohlwollen würdig zu danken! MeineFreude kann rein keine Worte finden. So wird denn die Fürsehung durch Ihre gütigeUnterstützung mich bald näher zum Ziel führen. Halten Sie sich überzeugt. VerehrterManu, daß Sie Ihre Gnade an keinen Unwürdigen verschwenden werden. Morgenwerde ich mich beehren, das Anhaltnngsschreibcn, entweder in Person zu übergeben, oder,daferne mich Umstände abhalten sollten, solches durch einen Expressen einzusenden. Derich mit schuldiger Verehrung beharre Ew. Hoch- und Wohlgcboren untcrthäniger

N'olwcber.

Nr. 49. Änljaktttttgs-Schreiben des H/st. Wollwelier <1. ,k. Gonna, 23. Kevr. 1825.

Gnädige, Hoch- und Wohlgcborenc, JnsonderS Hochverehrte Herren! Wenn dasdurch den Tod des Prediger Fuhrmann neuerlich erledigte Pfarramt zu GeHofen denheißen Wunsch nach Verbesserung meiner Lage dringend bei mir aufregt, so werden Ew.Hochwohlgcboren Gnaden es mir gütigst verzeihen, wenn ich es wage, Hochdieselbenbittend anzugchen. Je weniger ich es mir aber erlaube, durch eine breit ausgesprocheneSchilderung sowohl des mäßigen Einkommens meiner beschwerlichen Stelle, als auch derfür mich so drückenden Folgen einer länger denn sechs Jahre getragenen Substitutionlästig zu werden, desto mehr wage ich cS nicht nur in Unterthänigkeit, sondern auch mitfreudigem Vertrauen zu bitten.

Die Fürsprache, mit der Sich Männer von Würde, Umsicht und Bildung beiEw. Hoch- und Wohlgeboren für mich verwendeten, spricht ebenso ermnthigcnd, alsehrenvoll für mich. Die gnädige Erfüllung meines Gesuchs würde dem Glücke meinesLebens einen neuen Zuwachs geben und mich zur feurigsten Dankbarkeit und demeifrigsten Streben einer Solchen Wohlthat würdig zu werden, entzünden, zugleich aberauch die Huldigung der Verehrung bleibend machen, mit welcher ich beharre Em. Hoch-wohlgcboren untcrthäniger Diener MoUwrbcr.

Leider aber bewährte Wollweber, der bis zum Jahre 1849 die Pfarre innehatte,das in ihn gesetzte Vertrauen nicht. In dem ersten Jubel über die ihm ohne sein