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Das Haus Rud. Ibach Sohn, Barmen - Köln : 1794 - 1894 ; Ein Rückblick beim Eintritt in das zweite Jahrhundert seines Bestehens
Entstehung
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EUD. IBACH SOHN.

Derjenige kaum einen Begriff machen, dem der Meister einmalin seiner Werkstatt die Entwicklung vom rohen Stoff biszum fertigen Kunstwerk vorführte. Vollkommenheit ist dereinzige grosse Grundgedanke, der die Fabrik regiert; wases kostet, sie zu erreichen, darf nicht in Betracht kommen.

Das schon erwähnte Streben nach Veredelung der äusserenHülle des Pianos hat erst mit dem Neuerblühen des deutschenKunstgewerbes seine reichsten Früchte zu tragen angefangen.Der gänzliche Mangel an Harmonie zwischen dem Piano undden umgebenden Möbeln war früher eine so gewöhnlicheErscheinung, dass er erst auffiel, als ihm abgeholfen wurde.Rud. Ibach Sohn macht eine hochentwickelte Specialitätaus der Plerstellung geschmackvoller und insbesondere strengstilgerechter Gehäuse für seine Instrumente. In den diesemZweige gewidmeten Abteilungen der Fabriken ist die moderneKunstschreinerei vollständig vertreten. Eine reiche Auswahlalles einschlagenden Materials, tüchtige Meister unter derLeitung competenter Zeichner sowie die ständige Verbindungmit bedeutenden Architekten setzen die Fabrik in Stand,jeden Wunsch bezüglich des Ausseren verwirklichen zu können.Zwei in den Jahren 1883 und 1891 erlassene grosse Preisaus-schreiben (unseres Wissens die einzigen ihrer Art), bei welchendie besten Kräfte Deutschlands konkurrirten, haben zum Er-werb einer reichen Sammlung schöner origineller Entwürfe fürPianinos in allen beliebten Stilen geführt, von denen dieseBlätter im ersten und zweiten Teile des Anhangs leider nureine kleine Auslese bringen können. Nicht ohne berechtigte