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Das Haus Rud. Ibach Sohn, Barmen - Köln : 1794 - 1894 ; Ein Rückblick beim Eintritt in das zweite Jahrhundert seines Bestehens
Entstehung
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RTTD. IBACH SOHN.

nahm R udolf I bach lebhaften Anteil und seine weit-verzweigten persönlichen Beziehungen zu Künstlern aller Rich-tungen machten ihn zu einem angesehenen Kenner auf manchenGebieten. Charakteristisch ferner für R udolf I bach warenseine stille Wohlthätigkeit, die manchem armen Kunstjüngerdauernd geholfen hat, und seine weitgehende Gastfreundschaftgegen seine Freunde und alle Künstler, von welcher dieFremdenbücher des Hauses ein beredtes Zeugnis ablegen;an Tagen, wo grosse Aufführungen viele auswärtige Künstlerund Musikfreunde in Barmen zusammenführten, glich dasHaus I bach einer Wartburg im Kleinen.

Als Mensch war R udolf I bach das Urbild des kernigen,echt deutschen, lebensfrohen, genialen Rheinländers, voll ge-sunder Lebenskraft und Daseinslust, die seine Freuden wieseine Arbeit kennzeichneten. Eine sympathische, gross an-gelegte Natur, deren Wärme den flüchtigen Bekannten raschzum Freunde reifte und den Freund auf immer festhielt.Offenes Herz und offene Hand, offener Verstand und offenesWort, offenes Auge für alles Schöne und Edle zierten diesenMann. Ein Geschäftsmann von ungewöhnlicher Weitsicht,Thatkraft und strenger Rechtschaffenheit; ein von seinenUntergebenen geliebter und verehrter Chef; ein Bürger vonthätigem Gemeinsinn und vielem Verdienst um das öffent-liche Wohl und die Kunstpflege seiner Vaterstadt; ein liebe-voller, fürsorgender Gatte und Vater; ein Freund von un-erschütterlicher Treue: das war R udolf I bach. Ehre undLiebe seinem Andenken! Er wurde am 31. Juli 1892 aus