—v-v ••. ——.—
BUD. IBACH SOHN.
eines Oheims, welcher sich ausschliesslich dem Orgelbaugewidmet hatte und dem Klavierbau weniger Interesse ent-gegentrug, sah er sich der schweren Aufgabe gegenüber,das Lebenswerk des Vaters und Grossvaters in deren Geisteweiterzuführen. Gleich zu Anfang seiner Laufbahn tratenihm schon die Schreckgespenster des Krieges und der Choleramit ihrem allen Geschäftsverkehr lähmenden Einfluss hinderndin den Weg und machten das Fehlen der emsigen Thätig-
o o o
keit des Vaters um so fühlbarer. Die Jahresproduktion sankin diesen Zeiten auf die Hälfte der bei Lebzeiten CarlRudolfs erreichten Ziffer. Inzwischen waren auf dem Ge-biete des Klavierbaues und besonders auch in der Fabrikations-methode gewaltige Fortschritte gemacht worden und deralthergebrachte gemeinschaftliche Betrieb des Kirchenorgel-und Klavierbaues erschien dem klaren Blick des jungenRudolf wenig geeignet, die von ihm geplanten Reformendurchzuführen. Er drang deshalb mit der ihm eigenenEnergie auf eine baldige Trennung dieser beiden Geschäfts-zweige, welche denn auch 186g stattfand. In diesem Jahreübernahm Rudolf Ibach als ältester Sohn des ältesten Sohnesdes Gründers die altangestammte Pianofortefabrik für seinealleinige Rechnung und gab ihr in pietätvollem Anklang anden Namen des Vaters die nunmehrige Firma Rud. IbachSohn. Somit bezeichnet das Jahr 1894 für das Haus Rud.Ibach Sohn nicht allein eine hundertjährige, sondern gleich-zeitig, ja fast mehr noch, eine grosse fünfundzwanzigjährigeEpoche seines Bestehens; denn dieses letzte Vierteljahrhundert
mm