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schwäbischen Linie im Texte der von ihm ausgestellten Ur-kunden Graf von Zollern, bedient sich dagegen in seinenSiegeln des burggräflichen Wappenbildes. Seit 1248 wirddann in Freidrichs Urkunden der burggräfliche Löwe abge-löst durch das vermuthlich schon früher gebräuchliche Siegelder Grafen von Zollern, den quadrirten Schild; das Löwen-siegel verschwindet von da ab bei der schwäbischen Liniegänzlich. Höchst charakteristisch ist es nun aber, dassschon bald nach der Annahme des Zollernschildes durchFriedrich auch die fränkische Linie dieses Wappenbild inihren Urkundensiegeln gebraucht, ohne jedoch das Löwen-siegel desshalb aufzugeben. Es geschah dies wohl, um denGeschlechtszusammenhang, der durch die Annahme einesneuen Wappens seitens der schwäbischen Stammesvetterneine Verdunkelung zu erleiden drohte, auch fernerhin nachaussen hin kenntlich zu machen. Dazu kam, dass währenddes Zeitraums von 1250—1350 die Verhältnisse der Nürn-berger Burggrafen keineswegs günstige waren, währendandererseits die Grafen von Zollern in der gleichen Zeitsich eines bedeutenden materiellen Aufschwungs zu erfreuenhatten. Da mochte den Nürnberger Burggrafen mehr daranliegen, die Mitwelt durch Herübernahme des ZollernschenWappens an ihre Geschlechtsverwandtschaft mit den Grafenvon Zollern zu erinnern, während diese durch völlig neueVerbindungen und Verhältnisse der Zusammengehörigkeitmit ihren fränkischen Stammesvettern verlustig gehenmussten. Erst als durch das grosse Privilegium Karls IV.von 1363 das alte Ansehen der Burggrafen von Nürnbergnicht nur wieder hergestellt, sondern noch bedeutend erwei-tert worden war, griffen die Burggrafen wieder zu ihremalten Löwensiegel zurück und erweiterten dasselbe von jetztab zu der gewohnheitsrechtlich nur den Reichsfürsten zu-kommenden Form des Reitersiegels.