Abenberg — nach Schmid Graf Friedrich I. —, sondernauch dessen Töchtern in nachstehenden Versen: ')Diu lantgraevinne quam aldar
ze Wartperc (Wartburg) üf den palas: so wart man gewar
bl ir wol vierzec frowen oder mere,
der (von denen) achte hoch graevinne sint
von Abenberc, des edelen hochgeborniu kint;
diü fürstin zöch sie für sich dur (zu) ir ere,
wan ez was in ir selber hus, daz stuont ir wol zu prise.
Wären die Burggrafen von Nürnberg Grafen von Zollerngewesen, dann würde es unerklärlich sein, wie schon wenigeJahre nach der Erwerbung der Burggrafschaft Nürnberg beijenen ihre Zollernsche Abstammung in Vergessenheit ge-rathen konnte. Nur zwischen den Jahren 1207 und 1227hat sich Burggraf Konrad III. einige Male Graf von Zollerngenannt 2 ), wohl mit Rücksicht auf die bis zu dem letztge-nannten Jahr noch nicht durchgeführte Theilung der väter-lichen Verlassenschaft, die eben ausser der BurggrafschaftNürnberg auch die Gralschaft Zollern umfasste. Nach 1227hat sich kein Burggraf von Nürnberg mehr Graf von Zollerngenannt. Nur in den Umschriften zweier Urkundensiegeldes Burggrafen Konrad aus den Jahren 1240 und 1246 8 )findet sich neben dem burggräflichen Titel noch die Neben-bezeichnung Graf von Zollern. Die Bezeichnung als Burg-graf von Nürnberg war hier so sehr die Hauptsache, dassim Text der Urkunde jener Titel allein erscheint; da aberdamals die Erinnerung an die Herkunft mütterlicherseits vondem Geschlecht der Zollern noch eine sehr frische war, sobrachte man diese Zugehörigkeit bei der Siegelumschriftzum Ausdruck. Umgekehrt nennt sich Friedrich von der
') Schmid S. 57. N. 1.
J ) S. die Zusammenstellung bei Schmid, Stammtafel III.
3 ) Mon. Zoll. II. nrnr. 34. u 48.