v ap* 1
- 67 -
und in Vergessenheit gerathen sei, so verfüge er: ,quodspectabilis Fridericus burggravius Nurembergensis, heredeset successores sui burggravii Nurembergenses imperpetuumillustrium principum sacri imperii iuribus dignitatibus ethonoribus gaudere et potiri debeant in iudiciis et in omnibusaliis causis et negociis quecunque sint', worauf dann eineReihe fürstlicher Rechte aufgezählt wird. *)
Dieser uralte Fürstenstand der Burggrafen von Nürn-berg erklärt sich nur aus ihrer Herkunft von dem Aben-bergischen Grafengeschlecht, von dem der Biograph undVertraute Erzbischof Konrads von Salzburg, der, wie wirgesehen haben, gleichfalls ein Abenberger war, sagt, dasses ,von dem erlauchten Haus der bairischen Fürsten her-stamme'. Das hohe Ansehen und der fürstliche Rang jenesGeschlechts geht aber auch aus anderen geschichtlichenZeugnissen deutlich hervor. Vorab aus seinen Heirathsver-bindungen mit anderen fürstlichen Häusern. So mit denMarkgrafen von Vohburg — durch die Heirath Wolframs,des Bruders des Erzbischofs, mit Hedwig, der Tochter desMarkgrafen Hermann von Vohburg —, mit den Wettinern- durch die Heirath Rapotos mit Mechtilde von Wettin.
Ein weiteres Zeugniss der fürstlichen Würde des Aben-bergischen Hauses ist das Wandgemälde der Klosterkirchezu Heilsbronn, welches die Stiftung dieses Klosters versinn-bildlicht. 2 ) Der Hermelinbesatz an den Kopfbedeckungen undGewändern der Grafen Rapoto und Konrad und ihrer Ge-mahlinnen ist im Mittelalter ein Abzeichen fürstlicher Würdegewesen. Ebenso war das Praedikat hochgeboren ein Vor-zugsrecht der Fürsten. Dieses Praedikat aber ertheilt derDichter des Wartburgkriegs nicht nur einem Grafen von
') Mon. Zoll. IV. 1. 5.
2 ) Stillfried, Kloster Heilsbronn S. 187 flg.
5*