richs VII. von 1225 werden die Schenkungen aufgezählt,welche die Burggrafen des 12. Jahrhunderts mit ihren An-gehörigen an das Schottenkloster in Nürnberg gemachthaben. Die dabei genannten Orte dürfen wir wohl ohneBedenken als alte Eigengüter der burggräflichen Familieansehen; es sind folgende: Mecklenloch, Stwphaim, Roren-dorfif, Helboltzheim, Umgerheim, Kircheini, Melgach, Huel,Newsaz *). Mecklenloch ist Meckenlohe zwischen Roth undSchwabach, Stwpheim vermuthlich Stockheim bei Rügland,Rorendorff Rossendorf (nicht Rosendorf, wie Schmid [S. 82]schreibt) bei Kadolzburg, Helboltzeim Herbolzheim beiWindsheim, Umgerheim Ungerthal bei Abenberg, KircheimKülsheim bei Windsheim, Melgach Mildach bei Bartelmes-aurach, Huel Hüll, Newsaz Neuses (nicht Neusess, wieSchmid schreibt) bei Kadolzburg. Fast alle diese Ortelagen im Rangau, vier davon (Rossendorf, Ungerthal, Mil-dach und Neuses) sogar in nächster Nähe der alten Stamm-sitze der Abenberger, Kadolzburg und Abenberg. Wie istes nun zu erklären, dass die Grafen von Retz schon kurzeZeit, nachdem sie Burggrafen von Nürnberg geworden sind,in der Grafschaft Abenberg und noch dazu, wenn ich sosagen darf, unter den Augen der Gaugrafen mit Gütern an-gesessen sind? Schmid hat für diese höchst auffällige That-sache weiter keine Erklärung, als dass er sagt, die Grafenvon Retz wären eben darauf bedacht gewesen, auch inFranken festen Fuss zu fassen. Es ist nur merkwürdig, dasssie dies gerade im Rangau thaten, in einer Gegend, die mitihrem Amtssprengel gar nichts zu thun hatte. Die Sache
') Der Abdruck der betr. Urkunden in den Mon. Boi. ist offenbarein sehr fehlerhafter; leider ist die Quelle desselben, ein Copialbuchdes Schottenklosters aus dem 14. J-, wie ich einer gütigen Mittheilungdes kön. allgem. Reichsarchivs zu München entnehme, seitdem starkspoliirt und die Herstellung eines besseren Textes dadurch unmöglichworden.