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Die Herkunft der Burggrafen von Nürnberg, der Ahnherren des deutschen Kaiserhauses
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Heimath (Bamberg) nahe. Jedenfalls ist es ein gewagterSchluss, aus einer angenommenen Stammverwandtschaft 1 )der Babenberger mit den Grafen von Retz sofort auf dieGleichheit des Wappens der beiden Familien zu schliessen.Vom Bisthum Bamberg könnten die Grafen von Retz dasLöwensiegel auch nicht entlehnt haben, da sie mit diesem,wie ja auch die Zollernschen Historiker zugeben, in keinennäheren Beziehungen gestanden haben: die BambergerSchirmvogtei war nach allseitiger Annahme im Besitz derGrafen von Abenberg. Wenn uns also der BambergerLöwe im 13. Jahrhundert als Wappen der Nürnberger Burg-grafen begegnet — es muss ihn jedenfalls schon Friedrich I.geführt haben — so kann er an diese nur durch die Grafenvon Abenberg gekommen sein. Da aber diese, auch nachder Annahme Schmids, frühestens im Jahre 1200 ihre Rechteund Besitzungen an die Grafen von Zollern als Burggrafenvon Nürnberg hätten vererben können, in diesem Jahre Burg-graf Friedrich aber schon aus dem Leben scheidet, so kanndoch wohl von einer Vererbung des Abenbergischen Wap-pens auf die Zollernschen Burggrafen keine Rede sein. Aberauch wenn wir annehmen wollten, dass ein Theil der Aben-bergischen Besitzungen schon mit der Erbgräfin Hildegardan das burggräfliche Haus gekommen wäre, bliebe immernoch die grosse Schwierigkeit bestehen, wie denn das Aben-bergische Wappen auf den ersten Zollernschen Burggrafenübergegangen ist. Es hätte dies nur mittelst wiederholter Ver-erbung durch Töchter — einmal durch Hildegard von Aben-

') Diese Annahme stützt sich auf den Ausdruck ,cognatus', welchenBabenbergische Fürsten gegenüber Grafen von Retz gebrauchen: jenesWort ist aber ebenso oft lediglich der Ausdruck einer blossen Höflich-keit, wie noch heutzutage fürstliche Personen, ohne miteinander ver-wandt zu sein, sich des Ausdrucks ,Bruder' und ,Vetter' im gegen-seitigen Verkehr bedienen.