gewisser Abzeichen (Schindeln, Herzen, Kleeblätter u. s. w.)bestanden hat'. 1 ) Die jedenfalls sehr enge Wappenver-wandtschaft weist also auf eine ursprüngliche Stammes-gemeinschaft der Abenberger und Hohenlohe hin, welche jaauch, wie wir gesehen haben, durch andere historische Um-stände genügend belegt wird.
Neben diesem uralten Stammwappen haben dann dieGrafen von Abenberg in ihrer Eigenschaft als Schirmvögteder Bamberger Kirche entweder gleichzeitig oder — waswahrscheinlicher ist — späterhin ein zweites Wappen, näm-lich den schwarzen Löwen im goldenen Felde, das Wappendes Bisthums Bamberg, geführt. Und dieses Wappen habensie dann auch namentlich als Burggrafen von Nürnberg imGebrauch gehabt. Leider ist uns kein solches Wappen ausder frühesten Zeit der burggräflichen Geschichte erhalten,erst 1235 findet sich das Löwenwappen zuerst auf einemUrkundensiegel. Stillfried und Schmid halten dieses Löwen-siegel für das Siegel der Grafen von Retz, das durch dieHeirath Sophiens mit Friedrich von Zollern auf diesen undseine Nachkommen vererbt worden sei. Doch ist dies —ganz abgesehen davon, da'ss wir überhaupt die Herleitungder Burggrafen von Nürnberg von den Grafen von Retzprincipiell leugnen — eine ganz willkürliche, durch keinerleiBeleg gestützte Behauptung. Das Wappen der Grafen vonRetz kennen wir nicht mehr, dagegen ist die Identität desältesten burggräflichen Wappens mit dem der BambergerKirche so augenfällig, dass wir diese nur aus einer Ent-lehnung erklären können. Allerdings haben auch die Baben-bergischen Fürsten der Ostmark den schwarzen Löwen imgoldenen Felde im Wappen geführt, aber auch hier liegtwohl eine Herübernahme desselben aus der alten fränkischen
') Stillfried, Anzeiger f. Kunde d. deutsch. Vorz. 1881. S. 10.