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Die Herkunft der Burggrafen von Nürnberg, der Ahnherren des deutschen Kaiserhauses
Entstehung
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Burggraf Friedrich I. hinterliess zwei Söhne: Fried-rich II. und Konrad III. Es sind dieselben, welche in derUrkunde Bischof Reinbotos von Eichstätt für Pfaffenhofenvon 1285 x ) als längst verstorbene Söhne eines BurggrafenFriedrich erwähnt werden. Friedrich II. erscheint als Burggrafvon Nürnberg nur in den Jahren 1210 und 1214. Danebenbegegnet uns seit 1205 ein Graf Friedrich von Zollern. Obbeide identisch sind, lässt sich nicht bestimmt sagen. DaBurggraf Friedrich II. nach unserer Annahme der Sohneiner Gräfin von Zollern war, so würde sich hieraus ohneSchwierigkeit die Führung des Nebentitels eines Grafen vonZollern erklären. Doch ist ebenso gut möglich, dass derseit 1205 vorkommende Graf Friedrich von Zollern einanderer ist als unser Burggraf Friedrich II.

Friedrichs I. jüngerer Sohn, Konrad III., wird als Burg-graf von Nürnberg zuerst 1208 erwähnt 2 ), als Graf vonZollern 1207 3 ), mit beiden Titeln 1210 4 ). Sein Todesjahrist unbekannt. Die Zollernschen Historiker lassen ihn erst1261 sterben, er hätte somit länger als sechzig Jahre regiert,was noch weniger wahrscheinlich ist, als die angeblich fünf-zigjährige Regierungsdauer Burggraf Friedrichs II. Ver-muthlich ist er kinderlos gestorben. Burggraf Friedrichs II.Todesjahr ist 1218 5 ), laut Ausweis der Inschrift des oben

') Mon. Zoll. II. 299.

2 ) Mon. Zoll. I. 31.

■'') Mon. Zoll. I. 29.

4 ) Mon. Zoll. I. 32.

5 ) Gewöhnlich nimmt man als solches 1251 an, in welchem Jahreallerdings ein Burggraf Friedrich gestorben ist — doch kann dies nichtFriedrich II. gewesen sein, da dieser sonst ungefähr 50 Jahre regierthaben müsste, was doch wohl zu lang sein dürfte. Auch desshalbmüssen wir ein doppeltes Brüderpaar Friedrich und Konrad annehmen,weil die mehr citirte Urkunde von 1285 für Pfaffenhofen von einem

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