Heilsbronn beschreibt, und das Hohenlohesche, wie es seitAnfang des 13. Jahrhunderts auf den zahlreichen mittelalter-lichen Siegeln, auf Münzen und auf gleichzeitigen Denkmälerndieses Geschlechts erscheint, — und gerade auch im KlosterHeilsbronn selbst, auf dem Grabsteine Gottfrieds von Uffen-heim und Entsee, des Schwiegersohns des Burggrafen Fried-richs IV. — ist ein und dasselbe Stammwappen, was dieZeichnung der Leoparden, vor allem die ganz charakter-istische, in unserer deutschen Heraldik sonst nirgends vor-kommende Stellung ihrer herabhängenden Schwänze beweist. 1 )Aber auch noch andere Anzeichen deuten auf eine uralteStammesgemeinschaft hin. 2 ) Die Namen Gottfried und Kon-rad sind in auffallender Weise beiden Familien eigen, unddie Brauneck'sche Linie der Hohenlohe besass auf der Nürn-berger Burg eine Behausung; das Wappen dieser Brauneckeist, gleich dem der Burggrafen von Nürnberg, ein gekrönterLöwe und hat, wie selbst Märcker 3 ) gesteht, den Forschernviel Kopfzerbrechens gemacht. Dass die Hohenlohe imRangau, der eigentlichen Heimath und dem Ausgangspunktder Abenberger, bedeutenden, uralten Besitz hatten, ist un-bestritten, wenn man auch nicht so weit wie Lang 4 ) gehenwill, der die ganze grössere Hälfte des Rangaues für Stamm-gut der Hohenlohe hält. Am nächsten liegt der Gedanke,die Abenberger und Hohenlohe als Nachkommen der alten
') Fürst Hohenlohe-Kupferzell im Anz. f. Kunde d. deutschenVorzeit, 1881. S. 9.
2 ) Sogar ein so scharfsinniger und energischer Vertreter derZollernschen Abstammung der Nürnberger Burggrafen, wie Märckcr,hält die Abenberger und Hohenlohe für eines Stammes und erklärtzugleich, ,dass es Manches für sich hat, die Burggrafen von Nürnbergerster Dynastie dieser Familiengruppe beizuzählen'.
3 ) Abenb. Phantas. S. 29. A. 35.
") Baierns Grafsch. S. 295.