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Die Herkunft der Burggrafen von Nürnberg, der Ahnherren des deutschen Kaiserhauses
Entstehung
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Erwerbung des Schenkungsobjekts durch erstere liegt bereitsein langer Zeitraum, ein weiterer ist vergangen zwischendieser Erwerbung und der Übergabe der österreichischenBesitzungen an die Söhne Sophiens, und zwischen dieserund der Ausstellung der Urkunde muss nochmals ein Zeit-raum vergangen sein. Das Alles soll sich nun nach Schmidin der Frist von höchstens vier Jahren abgespielt haben!Das nehme an wer will! wir vermögen es nicht.

Schmid lässt die Gräfin Sophia noch im Jahre 1221handelnd auftreten: in diesem Jahre machte eine GräfinSophia von Ernstbrunn (bei Kornneuburg) Schenkungen anKloster Zwettl, ergo ist diese Sophia die Burggräfin Sophia.Warum sich diese plötzlich von Ernstbrunn nennen sollte,ist uns unverständlich. Auch die weitere Behauptung Schmids,Gräfin Sophia habe um 1218 mit ihrem Sohne ihr öster-reichisches Vatergut an Herzog Leopold von Osterreich ver-kauft, ist nicht einwandfrei. Schon der Widerspruch, dassSophia 1218 etwas verkauft haben soll, was sie vor 1204unter ihre Söhne ausgetheilt hat, musste Schmid auf dasUngereimte seiner Behauptung aufmerksam machen: freilichfügt er hinzu, Sophia habe sich bei der Theilung ein Mit-eigenthum vorbehalten, aber von einem solchen Vorbehaltsagt doch die Urkunde von 1204 kein Wort. Dass dieösterreichischen Güter, welche Sophia ihrem Gemahl in dieEhe gebracht hat, später an den Herzog von Österreichverkauft worden sind, ist zweifellos — so weit, aber auchnur so weit ist die Notiz in Enenkels Fürstenbuch 1 ) richtig.

Sophiens Gemahl, Graf Konrad jun. von Abenberg,kommt als Burggraf von Nürnberg urkundlich seit 1163 vor.Er ist es auch, welcher 1147 als Konrad von Riedfeld undBruderssohn des Burggrafen Gottfried II. von Nürnberg ge-

') Mon. boica XXIX a . p. 314.