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Die Herkunft der Burggrafen von Nürnberg, der Ahnherren des deutschen Kaiserhauses
Entstehung
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Systems betrachten, erweist sich überhaupt bei näherer Be-trachtung als das gerade Gegentheil. Dass sie in der unsvorliegenden Fassung jedenfalls nicht ächt ist, geht ausFolgendem zur Genüge hervor. Ich sehe davon ab, dasssie uns nur in einem späteren Copialbuch erhalten ist, ob-schon dieser Umstand allein zur Vorsicht mahnen muss.Schwerer wiegen die Einwendungen, die man aus der Fass-ung der Urkunde zu erheben gezwungen ist. Zunächst istauffällig, dass das Ableben des Burggrafen Friedrich er-wähnt wird, während dasselbe für den Inhalt der Urkundeganz gleichgültig ist. Weiterhin findet sich von dem in derUrkunde genannten Ort Leutacher nirgend anderswo auchnur die leiseste Spur. Verdächtig sind auch die n erstenZeugen mit dem Zusatz de Ragze. Kein Aussteller ist ge-nannt, trotzdem heisst es im Texte significamus, als ob einsolcher voranstünde. Der Name des Burggrafen Friedrichfehlt vor seinem Amtscharakter, Sophia ist als uxor bezeichnet,während in der Urkunde doch unmittelbar darauf zu lesenist, dass ihr Gemahl schon lange verstorben sei. Die Worte,comitis Friderici' sind, wie bereits bemerkt, offenbar inter-polirt; die Glosse ist nachgehends am Rande des Originalsangemerkt und sodann in den Text aufgenommen, was schondadurch kenntlich ist, dass der Name nicht unmittelbar hinteruxor, sondern erst hinter mariti sui eingestellt und nachFriderici ein Punkt gesetzt wurde, was ganz sinnstörend ist.

Diese Einwendungen schliessen jedoch nicht aus, dassdie thatsächlichen Angaben der Urkunde, wenigstens theil-weise, richtig sind. Ganz, d. h. ihrem vollständigen Inhaltenach gefälschte Urkunden gibt es überhaupt sehr wenige,weitaus die meisten der gemeiniglich als unächt bezeichnetenUrkunden sind dies bloss in der Form, in der sie uns vor-liegen. Wir können uns an dieser Stelle auf den Gegen-stand nicht weiter einlassen, die Sache ist überdies jedem