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Die Herkunft der Burggrafen von Nürnberg, der Ahnherren des deutschen Kaiserhauses
Entstehung
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Diese Annahme ist keineswegs neu. Schon oben habenwir bemerkt, dass namentlich die bairischen Historiker1 laas und Seefried in ihren Untersuchungen zur ältestenGeschichte der Nürnberger Burggrafen zu dem gleichenResultat gelangt sind. Nur dass bei beiden dieses Resultatnicht das Ergebniss wissenschaftlicher Forschung, sondernlediglich eine Hypothese ist: denn die von ihnen beigebrach-ten Beweismittel sind nur zum kleinsten Theil stichhaltigerNatur; die gewagtesten Behauptungen bauen sich auf mehroder weniger verdächtigen Quellen auf, und wo auch diesenicht mehr ausreichen, da wird, namentlich von Haas, ein-fach ins Blaue hinein fabulirt, so dass es dem Lesermanchmal schwer fällt, an den Ernst der Untersuchung zuglauben.

Der erste und vornehmste Beleg für unsere Herleitungder Nürnberger Burggrafen von den Grafen von Abenbergist die unzweifelhafte, von Niemandem bestrittene Thatsache,dass ohngefähr seit der Mitte des 13. Jahrhunderts sich dergesammte alte Hausbesitz der Grafen von Abenberg in denHänden der Burggrafen von Nürnberg befindet. Die Grafenvon Abenberg erscheinen urkundlich zuerst 1071 in derStiftungsurkunde des Klosters Banz: unter den Zeugen der-selben befindet sich ein Graf Wolfram und sein Bruder Ottovon Abenberg. 1 ) Wohl derselbe Wolfram ist es, der uns1093 als Vogt der bischöflichen Kirche Bamberg und 1099(hier wieder mit seinem Bruder Otto) und 1103 als Zeugein Urkunden des Bischofs Emeharcl von Würzburg begegnet. 2 )Auch im Jahre 1116 kommt ein Wolfram von Abenberg vor,doch ist dieser wohl ein zweiter, jüngerer, vermuthlich derSohn des älteren, da ein 45 jähriger Zeitraum für das Auf-treten einer Person doch allzulang bemessen ist. Diese

') Sprenger, Geschichte von Banz, Beil. V.

2 ) Ussermann. Cod. dipl. Bamb. p. 54; Reg. boi. I. S. 109 u. in.