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einem solchen ist in den gleichzeitigen Urkunden nirgendsdie Rede.
Das meiste Gewicht für die Annahme der Zugehörig-keit der ältesten Burggrafen von Nürnberg zu der Familie derGrafen von Retz legen die Vertreter derselben auf die Urkundevon 1204, ] ) mittelst welcher ,eine Gräfin Sophia von Ragze,Tochter des Grafen Konrad, Gemahlin des Burggrafen zuNürnberg', Schenkungen an das österreichische KlosterZwettl macht. In dieser Urkunde steht jedoch — ganzabgesehen davon, dass sie, wie wir später sehen werden,stark verdächtig ist — kein Wort davon, dass SophiensVater Burggraf von Nürnberg, sondern nur, dass ihrGemahl dies gewesen ist. Der Vater war eben ein Grafvon Retz: wäre er Burggraf von Nürnberg gewesen, sowürde er sicher als solcher bezeichnet worden sein.
So bedenklich die Herleitung der ältesten Burggrafenvon Nürnberg von den Grafen von Retz, so unsicher ist auchdie von Stillfried, Riedel und Schmid aufgestellte Genealogiejener frühesten Burggrafen. Urkundlich beglaubigt sindlediglich die Namen einiger Burggrafen: ausser einem Gott-fried, der von n 13 bis 1160 als Urkundenzeuge auftritt —wahrscheinlich sind es zwei Personen (Vater und Sohn?) -ein Konrad, der von 1125 bis 1190 verschiedene Male er-scheint. Auch bei diesem dürften zwei Personen auseinanderzu halten sein. Ob diese Gottfriede und Konrade einerund welcher Familie angehört und in welchem genealogischenZusammenhang sie zu einander gestanden haben, ist unsicher.Nur so viel dürfte feststehen, dass jene ältesten Burggrafenmit grösserer Wahrscheinlichkeit einem benachbarten frän-kischen als einem entfernten niederösterreichischen Geschlechtangehört haben.
') Abgedr. Beil. II.