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Die Herkunft der Burggrafen von Nürnberg, der Ahnherren des deutschen Kaiserhauses
Entstehung
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der Burghut auch schon in jener frühesten Zeit die Pflegedes umliegenden Reichsgebiets, namentlich aber die Aufsichtüber die Stadt Nürnberg verbunden war. Ist es nun wahr-scheinlich , dass der Kaiser mit dieser wichtigen Aufgabe,die die damals um Nürnberg spielenden kriegerischen Läufenoch weiter erschweren mussten, einen den fränkischen Ver-hältnissen ganz fernstehenden Vasallen des Herzogs vonOsterreich betraute? Es ist dies um so weniger anzunehmen,als die Verwaltung der Nürnberger Burg damals wohl schonin den erblichen Besitz eines besimmten Herrengeschlechtesgelangt war. Was sollten auch die Grafen von Retz, derenAmt, Lehen und Hausbesitz im äussersten Osten des Reichs,an der mährischen Grenze lag, die uns seit Beginn desii. Jahrhunderts im ständigen persönlichen Verkehr mit denösterreichischen Herzögen begegnen, in Franken, zumal ineinem Theil desselben, der damals und. noch lange nachherim übrigen Deutschland keineswegs in einem vortheilhaftenRufe stand? 1 )

Noch heute ist die Gegend von Nürnberg die reiz-loseste des sonst so schönen Frankenlandes. Die weithin-gedehnte, von keinen anmuthigen Höhenzügen und grösserenFlüssen unterbrochene sandige Ebene ist mit unendlichen,mageren Nadelwäldern bedeckt und dünn bevölkert einBild, das mich jedesmal an die märkischen Landschaften, diespäterhin die zweite Heimath der Nürnberger Burggrafenwerden sollten, erinnert. Wie mag es da erst im früherenMittelalter ausgesehen haben, als statt der grossen, durchIndustrie und bürgerlichen Wohlstand ausgezeichneten Stadt

') Eher als an das niederösterreichische Retz, dürfte manimmer vorausgesetzt die Glaubwürdigkeit der Meisterlinschen An-gaben an das gleich Nürnberg im Nordgau gelegene Retz denken,das schon 1017 urkundlich vorkommt (Retsiz in pago Nordgowe. Reg.boica I. 68).