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Die Herkunft der Burggrafen von Nürnberg, der Ahnherren des deutschen Kaiserhauses
Entstehung
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nannt 1 ) grenzte nördlich an den Ran- und Nordgau, indem Nürnberg lag. Vielleicht waren vor den Grafen vonPlassenburg die Grafen von Abenberg neben ihrer Stellungals Rangaugrafen und Schirmvögte der Bamberger Kircheauch Grafen des Radenzgaus, und es würde dann unterdem Konrad von Radenzgau der spätere Burggraf Konrad I.zu verstehen sein.

Ueberhaupt trägt die ganze Erzählung Meisterlins,auch abgesehen von dem Namen Razaza, so sehr denStempel des Gekünstelten und Unwahrscheinlichen, dass wirkeinen Anstand n'ehmen, sie in das Reich der historischenFabel zu verweisen. Heinrich IV. soll dem BurggrafenGottfried und dem Konrad von Razaza die Burghut zuNürnberg übertragen haben. Die Genannten waren nachder Annahme Stillfrieds und seiner Nachfolger Lehens-leute der österreichischen Herzöge und hatten ihren Stamm-sitz an der niederösterreichisch-mährischen Grenze. Die Er-nennung von Nürnberger Burgvögten durch den Kaiserwürde voraussetzen, dass bis dahin die Burg zu Nürnbergohne solche militärische Befehlshaber gewesen sei. Nun istaber wie wir oben wahrscheinlich zu machen versuchthaben die dortige Burg älter als die gleichnamige Stadt,wie überall in Deutschland, wo Städte sich in Anlehnungan eine feste Burg' allmählich gebildet haben. Die Existenzder Stadt Nürnberg ist aber bereits für die Mitte desii. Jahrhunderts gesichert, so dass also die Burg auchschon zu dieser Zeit vorhanden gewesen sein muss. Zuihrer Hut war aber von Anfang an eine Besetzung miteinem Befehlshaber nothwendig. Es kann also nicht erst1105 ein solcher bestellt worden sein, am wenigsten würdeer aber aus weiter Ferne hergenommen worden sein, da mit

') Oefele, die Grafen von Andechs, S. 125. Reg. 112,