Verein mit Märcker für die schwäbischen Zollern in seinen,Hohenzollernschen Forschungen' gegeben hat, ist ein unaus-geführter Plan geblieben. Noch weniger war es seinemtreuen Arbeitsgenossen gegönnt, aus dem mit so hingebendemFleiss gesammelten Quellenmaterial die wissenschaftlichenResultate in der Form einer zusammenhängenden Darstellungzu ziehen: ausser einer zur Feier der Vermählung des Kron-prinzen Friedrich Wilhelm von Preussen veröffentlichtenFestschrift über ,Burggraf Albrecht den Schönen von Nürn-berg' hat derselbe zur Geschichte der Burggrafen vonNürnberg nichts veröffentlicht. Riedel's ,Geschichte despreussischen Königshauses', die einzige zusammenhängendeDarstellung des Gegenstandes nach der Publikation derMonumenta Zollerana, ist eine ziemlich flüchtige, wissen-schaftlichen Forderungen wenig genügende Arbeit. 1 )
Diesen preussischen Historikern des Zollernschen Hausessteht nun eine kleine, aber darum nur um so selbstbewussterauftretende Zahl bairischer Forscher gegenüber, che,-währendsie den Arbeiten ihrer Gegner eine gewisse offizielle Vor-eingenommenheit zum Vorwurf machen, den ihrigen denCharakter objektiver Vorurtheilsfreiheit vindiziren. In ersterLinie ist hier H. Haas zu nennen. In zwei Schriften: ,derRangau und seine Grafen' (1853) und ,Monumenta Aben-bergensia' (1858) bekämpft er die Abstammung der Burg-grafen von Nürnberg von den Grafen von Retz und Zollernund leitet die. ersteren von den alten Rangaugrafen, die sichspäter Grafen von Abenberg nennen, ab. Zu einem gleichen
') Eingehender und gründlicher handelt über die älteste Geschichteder Nürnberger Burggrafen desselben Verfassers Abhandlung: „dieAhnherren des Preussischen Königshauses bis gegen das Ende des13. Jahrhunderts"; doch ist dieselbe schon im Jahre 1854 und dahernoch ohne Kenntniss der später erschienenen sehr reichen Literaturgeschrieben.