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wurden.
Eine ungeahnte
Fülle neuen Materialsströmte ihnen von allen Seiten zu, und wollte man denWerth der Monumenta Zollerana bloss nach der Menge desDargebotenen beurtheilen, so würden dieselben des höchstenLobes würdig sein. Vergleicht man aber die von den Her-ausgebern beobachteten Grundsätze mit den heutzutage fürUrkunden-Publikationen allgemein giltigen Anforderungen,so wird man eine Reihe gewichtiger Bedenken nicht unter-drücken können. Die Textkritik lässt viel zu wünschenübrig, die Wiedergabe der Orthographie bindet sich viel zusklavisch an die ursprünglichen Vorlagen, eine Beschreibungderselben, namentlich ihrer Siegel fehlt fast gänzlich und Rh-eine sachliche Erklärung mittelst Anmerkungen unter oderbesser hinter dem Text ist so viel wie nichts gethan. Trotzalledem bleiben aber die Monumenta Zollerana für jeden,der sich mit der älteren Geschichte des preussischen Königs-hauses näher befassen will, die werthvollste und hauptsäch-lichste Quelle.
Eine Verwerthung des so bequem dargebotenen ur-kundlichen Materials, wie sie andern gleichartigen Publika-tionen nachzufolgen pflegt, hat bis heute nur in einem sehrgeringen Masse stattgefunden. Stillfried's ,genealogischeGeschichte der Burggrafen von Nürnberg' (1843), welche,im Gegenhalt zu den zahlreichen kritiklosen Darstellungenaus dem vorigen Jahrhundert, den ersten Versuch einer nach*wissenschaftlichen Grundsätzen ausgearbeiteten ältesten Ge-schichte des preussischen Königshauses repräsentirt, ist nochganz ohne Kenntniss des späterhin in den Monumentis Zolle-ranis aufgedeckten reichen Materials geschrieben; in seinenspäteren, dem gleichen Gegenstand gewidmeten Schriftenkommt der hochverdiente Autor immer nur beiläufig auf dieGenealogie der Burggrafen von Nürnberg zu sprechen, einezusammenhängende Geschichte derselben, wie er sie im