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2 (1887)
Entstehung
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134
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8 Gedichte von Arnold KtM'rc

Das Kermsmis-DenKniol.

Weit blickst du hinaus i» die Lerne,Du stolzes Männerbild,

Hoch ragt dein Schwert in die LüfteHinein in's deutsche Gefild,

Du zeugst den späteren Zeitenvon Deutschlands Schmach und Sieg,Du zeugst von SchlachtengetümmelZm alten Römerkrieg.

Ls klingt durch die deutschen LandeNoch immer dein mahnender Ruf:Seid einig, Zhr meine Lnkel,Als Brüder Luch Wodan schuf.

Zch sei Luch immer ein Mahner,Wenn Schlachtenrus erklingt,

Seid einig, Zhr, meine Deutschen,Nur dann der Nuhm Luch winkt,

Noch lange will ich hier obenAuf meiner Berge Höh'nvon Deutschlands Treue zeugenUnd seine Helden sehn,

Za, lang' noch rag' du dort obenLmpor als unser Hort;

Noch lange durchschall' es die Lande,Dein ernstes Mahnerwort,

Za, einig wollen wir stehen,Wenn Schlachtenruf erklang;Wir wollen siege» und sterbenLür unser Vaterland,

Das Grali im Busento.

Trauernd weilet bei Kosenza der Westgothen

muth'ges Heer,

Denn ihr großer, tapf'rer König, Alarich, er ist

nicht mehr.

Siegend stand er noch vor kurzem auf dem

Kapitale stolz,Während rings zu Asch' und Staube Romas Welt-reich uiederschmolz.

Siegend haben ihn gesehe» Thracien und der

Griechen Land,LH' in Süditalien plötzlich auf das Todtenbett

er sank.

Trauernd führen seine Leiche jetzt die Gothen

hoch zu Roß,

Lackeln tragend, Lieder singend, folgt Germaniens

Kriegertroß,

Zu dem Bette des Busento zieht das Heer im

Mondenglanz,Dorthin, wo noch gestern rauschte wilder Wogen

plätschertanz.

Ausgetrocknet ist das Llußbett, abgelenkt der

Wasser Lluth,Während hoch vom Horizonte Helios schickt der

Sonne Gluth,

Düster in des Stromes Mitte steht der Gothen

Heeresmacht,

Senkt in's Grab die theure Leiche mit des Sieges

reicher Pracht,

Läßt vom Nord her wieder brausen des Busento

Lluthenmeer,

Daß ihr todter, kühner König schlaf' im Grabe

sanft und hehr.

viel' Zahrhundert sind verflossen seit des mächt'-

gen Königs Tod,Ueber des Busento Wellen streicht des Lischers

Segelboot.

Ausgestorben sind die Gothen, unbekannt ist

jetzt der Stamm,Doch »och immer zieh» die Wogen klagend ihres

Stromes Bahn.