Dieses war die erste Schrift, die er Herausaegeben hatte, Hu einer fremden Sprache geschicktzu schreiben, ist eine Ehre für seine Kenntnisse in der Sprachwissenschaft, wie auch die ganze Arbeitein Beweis ist seines Verständnisses der Kriegskunst, wie sehr ist es zu bedauern, daß er die Erzäh-lungen der Feldzüge in Finnland, Böhmen, Baieru, am Rhein und in den Niederlanden, denen er mitgleicher Aufmerksamkeit beigewohnt, nicht der Welt hinterlassen hat, mit den Anmerkungen, die erdabei gemacht, wie er es in der Vorrede versprochen hat. Die Personen, die Herr» General vonEggers gekannt haben, erzählen, daß er, mit wenig Ligenliebe begabt, selten selbst mit seinen Skizzenzufrieden war und sie, wenn sie der Welt publieirt werden sollten, immer noch besser wünschte. Miß-trauen zu seinen eigenen Kenntnissen zu hegen, bezeichnet immer einen hohen Grad von Klugheit,wenn bei großen Männern dies allzuweit gehen sollte, möchte man wünschen, sie könnten den schlechtenScribenten, die stets ihre eigenen Schriften vortrefflich finden, das Keberflüssige ihrer guten Eigen-schaften geben.
Allein noch größere Geistesproben würden bei der Nachwelt Eggers' Andenken nnsterblich
inachen.
Ein gelehrter französischer Verfasser, Herr Aubert de la Thenaye, hatte über alle Theile derKriegskunst ein Wörterbuch herausgegeben, das Erklärungen über Ausdrücke der Kriegskunst im All-gemeinen enthielt, der Artillerie-, Fortifikations- und Narngations-Wissenschaft nebst ihren Hilfswissen-schaften, das oben Erwähnte ergänzend. Der Verfasser hatte es in zwei Ausgaben noch weiter ver-bessert und gestanden, ein solches Werk könne nur mit der Zeit und durch den Fleiß mehrerer Personenan Vollkommenheit zunehmen. Herr Eggers durchgeht und verbessert es auf's Neue und fügt übersövO neue Artikel hinzu. Dieses Werk würde im Hahrs s75s in zwei großen Bänden zu Dresdenpublieirt,*) Es besteht nicht nur aus einer Menge Namen und Wörter, sondern es enthält größten-theils, was ein Offizier und Befehlshaber kennen muß, mit Anweisung für seine Pflichten bei ver-schiedenen Gelegenheiten, an Begebenheiten aus den Geschichtsbüchern erklärt, von den ältesten Zeitenher. Es ist eine Art Encyclopädie, die von der größten Vielseitigkeit zeugt, und Offizieren, besondersden jüngeren, wie auch anderen Menschen aller Klassen nützlich ist.
Die deutsche Welt wünschte diese vortreffliche Schrift in eigener Sprache zu haben. Derdamalige Thur-Prinz, Kenner und Freund der Wissenschaften, forderte Herrn Eggers auf, auch dieseArbeit, die zwar eine der beschwerlichsten war, zu unternehmen. Auf die weise, wie er sie machte,wurde sie noch mühsamer. Er bildete fast durchaus das französische Werk um. Minder bedeutendeTheile desselben wurden ausgeschlossen, andere wurden verkürzt, noch andere ganz und gar verändert;eine doppelte Zahl von Aufsätzen wovon einige als wirkliche Abhandlungen zu betrachten sind, kamnoch hinzu. Manche Theile der mathematischen Wissenschaften, der Mechanik, der bürgerlichen Bau-kunst, des Alterthums, der Geographie, der Historie, der Staatskunst, der Heraldik, sowie der Hagd-kunst nach deutscher Sitte ec, waren hier ganz neu, so daß in mancher Hinsicht das Werk als einganz neues von der größten Genauigkeit zu betrachten ist. Sein unermüdlicher Fleiß vollendete diesWerk bis zum Hahre s?57, wo es unter dem Titel: „Neues Hngenieur-, Artillerie-, See- und Nitter-Lericon" zu Leipzig in zwei großen Bänden gedruckt wurde. Das Ganze ist durch viele Kupferstiche
H Der Titel dieses Luches ist: viotlannuirs nnlituirs an Kasuell Npllulistchus äv tau« I» lä rmen praprs«» la, vnerre, snr es, yni reZuräo lu ruetlline, le Keine, l'^rtillsrie, lu «nwist-mos äes Krauppe« et, lu Kuriiie, "» > ->feint l'Kxplieutioii äss truvuux, «p'.i servent ü In ooii«trustiai>, ü I uttuque et ü In äetsuse äs« l lue», u lu san.nnunauet ü lu nuuwenvre äs« Vuüseuux, le« renne« äs« .Bt« luee-MMies .pii 7 .mt riM.,.rt. oowmv tll.uipsi.tisi«, Kein»«>er«,Koi-Ksurs st untres; Kt ckes vetull« Kisten,ins« snr lltlnUno st In imture äs« äillsreiNe« espeves. tmit ä attioes »nli-tuire« unoisn« st innäsriiss, qns äs« ^.nnss, (pn out ste on nsUAv äui>« ls« äillsreu« rein« äs lu »iu»ursl,is. pui- ZI,Ii, i„ (l, AouvsUs Käition, Kevus eorriAeö et oonsiäsrudlsinent unxmsntss pur K, K, 0olonel lusssiiieur un «srviev äs8u Kufssts le Kol äs Kalorie, Kleoteur äs 8uxs, rnine l st It, Krssäe, 173t -ärsii Kearx ' , ZViiltlier, Kil.ruireän Kai,
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