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deutlich gemacht und die lateinische» und französische» Wörter sind für sich allein gesammelt lindabgehandelt.*)
Li» aufmerksamer Leser sieht mit Verwunderung und Hochachtung die Menge von Kenntnissenund den unermüdlichen Fleiß, Erklärungen zu sammeln, wovon diese Arbeit auch in den Theilen zeugt,die für Tggers eigentlich mehr fremd waren, wie z. L. in Allem, was die Navigation n. f. w. betrifft.Man sollte glauben, daß seine vielen Neisen, Feldzüge und beständigen Amtsverrichtnngen ihm nichtZeit gewähren konnten, so viel zu lesen und zu arbeiten; allein man muß die großen Geister nichtnach gewöhnlichen Menschen benrtheilen. Während ein großer Theil dieser letzteren alle Gedankenkraftund einen guten verstand zu entbehren scheint, noch andere von ihnen mit mäßigen Fähigkeiten ingewissen Theilen ihr Wissen nicht allgemein und nützlich machen können, so ist dem geordneten ver-stände der Trsteu alles sofort klar, alles erscheint unter ihrer Hand in einem neuen Lichte. Siefassen schneller als andere und haben deswegen Zeit, viel zu lernen. Zhre Begriffe sind immersystematisch und sie benutzen Alles, um ihre Kenntnisse zu vermehren und zu verbessern. Die Klarheit,die in ihrem Gemüthe herrscht, theilt sich ebenso leicht mit. Da sie zugleich Fleiß und Lifer haben,scheinen sie von Gott erwählt, die Menschheit aufzuklären oder zu verbessern.
Tin weniger Gelehrter könnte vielleicht ineinen, die Kriegsknnde, die oft zur Zerstörungunseres Geschlechts gebraucht wird, verdiene nicht unter die wohlthätigen Wissenschaften gerechnet zuwerden. Allein die meisten menschlichen Kenntnisse haben mit dieser gemein, daß sie, wenn die Mensch-heit nicht so verdorben wäre, ganz überflüssig sein würden.
Man würde sich vergebens bemühen, die Mächtigen der Trde zu überreden, niemals Kriegzu führen. Dann würde man also von ihnen fordern, daß sie immer von den menschlichen Schwächenbefreit sein sollten. Tin schwacher Staat ist in allen Zeiten ein Raub der Begierde der Mächtigengewesen.
Alan hat jedoch der Menschheit einige Achtung erwiesen, so lange man dafür einige Schein-gründe anzuführen beliebte. Die Kriegskunst gereicht also der Menschheit zum Nutzen, weil sie lehrt,sowohl das eigene Vaterland zu vertheidigen, als auch Andere anzugreifen. Wo sie vernachlässigt wird,öffnet sich die Thür für fremde Unterdrückung, die Selbstständigkeit geht verloren und mit derselbendas bürgerliche Dasein eines Staats.
Durch die Kriegsknnde entgeht man oft dem Kriege und das eine Schwert hält das anderezurück. Durch dieselbe ernten die Tinwohuer eines Landes sicher die Früchte ihrer Mühe und lebenruhig in ihren Hütten. Die, welche neue Trklärunge» geben, wie ein Krieg mit Würde zu führensei, sind also nicht minder die Wohlthäter der Menschen, als die, welche in anderen Branchen die all-gemeine Woblfahrt befördern. Durch ihr Beispiel weisen sie auf die Pflicht eines jeden Kriegers hin,besonders dessen, dem es zu commaudiren obliegt, kennen zu lernen während des Friedens, die einzigeArt, diesen zu bewahren, oder, wenn es »öthig sei, ihn für ihr Land wieder zu gewinnen.
Die Fantasie eines Verfassers erreicht mehr, als das reife Wissen bei den meisten Lesern, dienach der Oberfläche urtheilen. Tin beredter Schriftsteller, der Verfasser einer Sage, die rührte, wirdoft mehr gelobt als Jener, der durch fleißige Studien mancher Zahre Trfahrung und große Kenntnissesammelt und durch gründliche wissenschaftliche Schriften zum allgemeinen Nutzen Anlaß giebt, denn dergröszte Theil des Publikums, der liest, liebt mehr das Vergnügen als das Lernen. Mit demselbengeringen Bedacht beurtheilt man ein solches Wörterbuch der Wissenschaften, wie das des Herrn v. Tggers.
Oer ganze Titel dieses Merkes isti Jacob von Tagers, Königl. polnischen und Thnrfiirstl. sächsischen(Obersten des Inaenieur-Torps, des Königl. schwedischen Schwcrtordens Ritter und der Königl. schwedischen Akademieder Wissenschaften einheimischen Mitglieds Neues Kriegs-, Ingenieur-, Artillerie-, See- und Ritter-Lcrikon, worin alles,was einem (.Offizier, Ingenieur, Artilleristen und Seefahrenden aus der Taetique, der Tiril-, Militair- und Schiffs-^aulnnst, dc> Artillerie, der Mechanik, dem Seewesen :e. zu wipen nöthig, sattsam erkläret und mit vielen Kupfernerläutert ist. I. und II. Theil, Dresden und Leipzig, l'57 bei Georg Tonrad Walther, Königl. Vof-Bnchhändler.