Druckschrift 
2 (1887)
Entstehung
Seite
128
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ström, der auf der anderen Seite von preußischen Truppen bewacht war, einen kveg bahnen sollten,postirte sich Tggers mit den Grenadieren an den zum Uebergang erwählten Platz, und seinen gutenAnordnungen hatte man zum großen Theil das glückliche Resultat des Rampfes zu verdanken. Gleichdarauf wurde ein großes Tommando aus dem sächsischen Lager abgesandt, um die preußische Lesatzungaufzuheben, die von der Armee des Königs getrennt, am Ende desselben Lahres davon ziehen mußte.Lggers ist einer der Befehlshaber und war bei dem scharfen Angriffe gegenwärtig, als das Talentdes preußischen General-Lieutenants von Einsiedel, obschon mit großem Verlust, die Truppen, die eroommandirte, aus der Gefahr rettete.

Der brave Tggers hatte durch seine Verdienste schon das Ansehen gewonnen, das nicht mehrauf Beförderungen und höheren Vollmachten beruht. Alan mußte doch seine Verdienste belohnen, under wurde zum Oberst-Lieutenant in der sächsischen Fortifikatio» befördert.Ueberall war man seinesDienstes benöthigt und er wurde deswegen zur österreichischen Armee nach Baiern geschickt. Als nachdein Tode Kaiser Karl's VII. der Friede mit dem neuen Kurfürsten von Baiern abgeschlossen wurde,kehrte er zu den sächsische» Truppen zurück, die am Tilde des Lahres >7->5 ihr eigenes Land ver-theidigen mußten. Line preußische Armee, vom alten Herzog Leopold von Anhalt-Dessau commandirt,brach in Sachsen ein, von Magdeburg aus, während der König von Preußen selbst, aus der Lausitzher, im Anzug war. Die stärkere österreichische Armee gab ihren schwächeren Bundesgenossen auf.Die sächsischen Truppen, in einem vortheilhaften Lager zu Kesselsdorf bei Dresden verschanzt, schlugenmannhaft das angreifende preußische Heer zurück; allzuzeitig aber freuten sie sich ihres vermeintenSieges und brachten bei einer unvorsichtigen Verfolgung des Feindes dessen erfahrenen Anführer, denFürsten von Dessau, in die Lage, das Feld zu gewinnen. Tggers zeichnete sich von neuem in dieserblutigen Schlacht aus.^H Gr und die übrigen zu Dresden befindlichen Offiziere wurden gleich daraufbei der Troberuug dieser Stadt, die, außer Stande gesetzt, sich zu vertheidigen, sogleich capitulirenmußte, vom König vou Preußen gefangen genommen; allein der in jenen Tagen abgeschlosseile Friedeinachte diese Gefangenschaft wenig beschwerlich.

Tine ersehnte Ruhe gab ihm jetzt Zeit, sich mehr seinem gewöhnlichen Vergnügen, dein Lesen,zu widmen und daraus die wichtigsten Trklärungen, besonders in der Kriegskunst, aber auch inmehreren andern Branchen der Gelehrsamkeit, zu schöpfeil. Tin neues Begebniß lockte ihn bald wiederaus seiner Ruhe nach dem. Felde des Ruhms. Der französische Marschall Graf von Löwcndal, eingroßer Meister, Festungen zu erobern, stand im Begriffs) Bergen op Zoom zu belagern, die, von derNatur und Kunst der größten Meister befestigt, und nie zuvor erobert, das Ansehen hatte, allen feind-lichen Anfälleii trotzen zu könneil. An mehreren Seiteil unersteigbar und all der Seeseite nicht einge-schlossen, hatte diese Festung einen bei Belagerungen seltenen vortheil, immer sich mit neuer Besatzungund neuen Lebensmitteln versehen zu können. Sie war auch jetzt während der ganzen Belagerungvon einer ansehnlichen Armee und auf der andern Seite von ihren Mauern vertheidigt; unter bestän-diger Tommunikatio» mit der belagerten Stadt; allein die großeil Fähigkeiten eines Löwendal über-wanden alle Schwierigkeiten. Die Aufmerksamkeit des ganzen Turopa wurde auf diese Belagerunggerichtet, deren Schluß allzu bekannt ist, um hier erwähnt werdeil zu müssen. Tggers verfügte sichfreiwillig dorthin, um an einer so ruhmvolleil That teilzunehmen. Tr wohnte derselben mit so vielInteresse bei, daß sein über diese merkwürdige Belagerung in französischer Sprache verfaßtes Tage-buch, mit den genauesten Karten verbessert, in den Druck gegeben, mit allgemeinen Lobsprüchen er-wähnt wurde, f)

-ch Am is. Decembcr ;7HS.

Im Jahre 1747.

1) Der nätel dieser Schrift ist!äoilriml <lu säeg's äs LsrAvp^oom, snKl)L!L!XI,VII, rväig's par im Inenteimiltvolonel InASiüslN', Vallmtairs äs I'^rmss äs» ^.ssisAsants, avse Iss ?Iims äs la Vitts et äss ?ortik. ä ^msteräam, st äVsipxiF, 175,0.