Schuhe» unter die Leute, nur schade, das; die letzteren meistens ;u klein waren, Ich bin kein Freundder französischen Fußbekleidung, die Gamaschen faulen, die Schuhe bleiben stecken, wie es fast allenden Unseren erging, die sich französisch in Le Alans adjustirt hatten. Unser langschäftiger Stiefel istbesser, im Sommer vielleicht zu warin, ist er bei Nässe und Kälte, bei Wasser und grundlosen Wegenausgezeichnet. Froh war ich daher, meine Stiefel in Le Alans wieder in Stand setzen lassen zu können.Sie hatten es nöthig. In den Tagen vor Le Alans war das Schneewasser auf der einen Seite hin-ein, auf der andern wieder herausgeflossen.
Nachdem wir auch noch den sH. Januar in Le Alans verbracht und in weiter» Ouartierenuns erholt hatten, verließ ich das meine bei einem alten Grenadier des ersten Napoleon, um mit derTompagnie nach Thassille zu marschiren, das Tags zuvor von den Braunschweigern gesäubert war.Am s6, erreichten wir über St, Denis d'Grques Ste, Suzanne. War der Alarsch nach Thassille schonlästig geworden durch die Nässe, so ging es am s6, buchstäblich an vielen Stellen durch knietiefesWasser, große Lachen, die der aufgethaute Schnee gebildet hatte. Bei unserm Bormarsch stießen wirauf keinen Widerstand, man merkte, daß die Kraft des Feindes gebrochen war. Was hie und danoch Widerstand leistete, waren Neste der bessern Truppen, die Alobilgarden und Alarschregimenterwaren in voller Auflösung, von Ste, Suzanne ging es am s7. nach St, Jean sur Erve, wo am s5. einGefecht stattgefunden hatte. Am s3. nach St, Denis zurück, machten wir in einein seitwärts derStraße gelegenen Dorfe Ouartier, in welchem wir den sch und 2t), blieben.
Wir beschäftigten uns mit Iiistandsetzen unserer Gewehre, unserer Armatur und Uniforiii,soweit die Schäden sich repariren ließen, strichen auch nach langer Zeit unser Lederzeug weiß an, wasviele von uns für höchst überflüssig hielten. Unsere (Quartiere, mehr seitwärts gelegen und von denFranzosen auf der Flucht eilig passirt, boten willkommenen Lebensnnterhalt, Schweine, fa sogar Gänse,denen wir fleißig zusprachen.
Am 2s. Januar marschirten wir nach Jone, von dort am folgenden Tage »ach Anvers,Das (Quartier in dem abgelegenen Grte war sehr gut, ich finde sogar „Bratwürste" in meinem Tage-buch, ohne „Knoblauch" notirt, von Anvers trafen wir Nachmittags am 23, wieder in Le Alansein, wo wir bis zum 30, d, Al, blieben. Die längere Nuhe nach den bestandenen Strapazen warwohlthuend. Daneben wurde fleißig erercirt, was nach all den Siegen die Verwunderung der Fran-zosen erregte, aus Nücksichten der Disciplin und der Gesundheit aber nur zu loben war. Am letztend, Al, verließen wir die Stadt und rückten nach Pv:ä l'eveque. Der 7, und 8, Zug der Tompagnieblieb bei diesem Grte, der Schützenzug unter dein Lieutenant Friedrichs besetzte Tambray, eine Stationan der Eisenbahn nach Paris, in deren Nähe Champagne gelegen, mit einem Lazareth, in welchemhunderte von Verwundeten aus den Kämpfen um Le Alans Aufnahme gefunden hatten. Am s, Febr.folgten wir unserm nach Tlochet vorangegangenen Negiinent, am 2, langten wir in Ecommov, einemnetten Städtchen an, bei warmen schönen Wetter, von dort nach Thateau du Loir, einem hoch ge-legenen Grte, stiegen wir ins Thal hinab, um wiederum auf den südlichen kföhen das Dorf Alontabonzu erreichen, wo wir Ouartier erhielten. Bei Aladame Fourier fand ich ein gutes Unterkommen, umso willkommener, da wir in Al, bis zum s3. Februar verblieben. Dort auf der Wiese bei Alontabouhaben wir redlich exercirt, nach der Scheibe geschossen und uns wohl sein lassen, als ob wir in derältesten Garnison uns befänden. In diesem Grte erhielt ich die Nachricht vom Tode meiner Groß-eltern, auch die Alittheilung von meiner Beförderung zum Portepeefähnrich, wozu ich unter dem 7,Februar ernannt war. Angenehm war die Ankunft neuer Bekleidungen, die nns mehr wie Noththaten. Nach Tinkleidung der Truppe sah dieselbe allerdings so frisch wieder ans, als ob nichtsvorgefalle» sei. Diese Neuausrüstung war ohne Frage der Grund, daß wir am s,3. in Thateau duLoir von unserm General von Diringshofen besichtigt wurden. Nach der Parade, die wie jedeBataillonsbesichtignng in der Garnison verlief, quartierten wir Nachmittags in die Stadt und bliebendann bis zum 2<s. dort, beschäftigt mit Ererciren und sogenanntem inner» Dienst,
Dort erhielt ich den Brief von der Erkrankung meines Vaters, ohne zu ahnen, daß wir dentheuern, sorgenden Vater schon seit dem 2s, nicht mehr hatten. Am 25, marschirten wir nach