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Offiziere, die ihn nicht allein mit ihrer Freundschaft beehrten, sondern sich nnch in der Gefangen-schaft den rühmliche» Zeitvcrtrieb machten, ihn in der lateinischen, französischen nnd italienischenSprache zu unterrichten, nnd ihm zn den Anfangsgründen der mathematischen Wissenschaften einenützliche Anweisung zu geben. Hier mögen sich auch seine grossen Talente zuerst entwickelt haben;nnd cS ist überaus glanblich, daß er die Jahre seiner Jugend mit nnermüdctcm Eifer den Kriegs-wisscnschaftcn und der Erlernung der Sprachen gewidmet habe, worin er nachher durch Hebungnnd Erfahrung eine vorzügliche Stärke erreicht hat. Selbst in der Blüte seines Alters suchteer durch eine festgesetzte Arbeit dem Staate nützlich zn werden, nnd übernahm deshalb den Diensteines Untcrschrcibcrs in der Russischen Kanzclcy, wozu man ihn auch, weil er der russischenSprache vollkommen mächtig war, schon im scchszehnten Jahre für geschickt erkannte nnd in dieKanzcley nnch Wologda schickte.
Inzwischen kam der glückliche Zeitpunkt heran, da das Kriegstheatcr zwischen den KronenNußland nnd Schweden geschlossen wurde. Der Nystädtcr Friede machte im Jahre 1721 dembisherigen nordischen Kriege ein Ende, und da man sich in den Fricdensartikeln verglichen halte,daß beiderseitige Kriegsgefangene ohne Nanzion loßgclasscn werden sollten, so ward auch Herrvon EggerS im Jahre 1722 nnS der Gefangenschaft nach Stockholm zurückgeführt. Seit dieserZeit genoß er der Vorthcile, durch die Gnade seiner Erbkönige von einer militairischen Ehrcn-stnffc zur andern erhoben zu werden, nnd unter Deren Begünstigung auch in auswärtigen KriegeS-dicnsten sein Glück zn erheben nnd sich durch seine Verdienste berühmt zn machen. Unter derweisen Regierung des Königes Fricdcrich nnd unter der Aufsicht seines Stiefvaters ward er 1723Bolontair beh der Mortificatio», nnd 172b als Sergeant bcym Lenckischcn Ncgimcnte angestellt.So sehr aber sein dankbares Herz diese ersten Gnadenbezeigungen erkannte, so wenig ward seingrosser Geist durch diese Beförderungen befriediget: vielmehr suchte er die Erlanbniß, währendder Nnhc seines Vaterlandes, einen auswärtigen Feldzng mitzumachen, nnd sich bey solcher Ge-legenheit in fremden Ländern umzusehen. Er ging demnach im Jahre 1727 in das französischeLager, welches unter dem Prinzen Tingry zwischen der MaaS nnd Sambre stand, nnd that imJahre 1728 eine Reise durch Frankreich, Brabant und die Vereinigten Niederlande. Mit neuenKenntnissen zum Dienste des Vaterlandes gezierct kam er im folgenden Jahre nach Stockholm zu-rück, verrichtete bis 1731 die Dienste eines Condnctenrs in der Festung FricdrichSbnrg und wardzugleich als Adjutant bey der Fortification gebrauchet. Im Jahre 1733 den ersten Januar wardihm sein würdiger Stiefvater der Baron Sparre als Capitain bey der Königl. schwedischen Gardedurch den Tod entrissen.' So schmerzlich ihm der Verlust dieser seiner ersten Stütze sehn mußte,so sehr war er doch der Gnade seines Königes nnd der Gunst seiner Befehlshaber versichert,wovon er auch in kurzen? anfS ncne überzeuget wurde, da er die Erlanbniß erhielt, in einerneuen Ehrcnbahn sein KricgeSglnck zn versuchen.
Der grosse Krieg, welcher über die zwistige KönigSwahl in Polen im Jahre 1733 aus-brach, hatte den König Stanislaus LcSczynSki für den russischen Truppen nnch Danzig zu flüchtengcnöthiget nnd zog für diese Stadt eine langwierige Belagerung nach sich. Ungeachtet nun dieKrone Schweden an dem Kriege selbst keinen Anthcil nahm, so »erstattete doch König Friedricheinigen seiner Officicre, dem Könige Stanislaus und der Stadt Danzig ihre Kriegsdienste an-zubieten. Unter der Anzahl derer deshalb ans Schweden herübergekommenen Officicre befandsich auch der Herr von EggerS: sein Antrag wurde von dein Könige Stanislaus sehr willfährigaufgenommen, er bekam eine Compagnie unter Dessen Lcib-Dragoncr-Ncgimcntc, ward währendder Belagerung denen französischen Ingenieurs zur Seite gcsetzet, nnd bey den schärfsten Beor-derungen nnd Postirnngen mit grossem Ruhme gebrauchet: weil man auch seine vorzügliche Stärke