Inseln, deren Resultate er in mehreren Abhandlungen veröffentlichte. Er pnblicirtc eine ..Florader Insel St. Croix" (Kopenhagen 1876), sowie eine „Allgemeine Schilderung der Naturjener Inseln". Seine Sammlungen überwies er größtcnthcils dem Museum von Kopenhagen.Ucbcr seine Erlebnisse im mcxicanischcn Kriege veröffentlichte er eine Schrift bald nach der Rück-kehr, „Erindringer fra Mexico" (Kopenhagen 1869). Alles in dänischer Sprache. Er ist Ver-fasser der voranstellenden Biographic seines Großvaters.
Heinrich Freiherr von Eggers ist vermählt seit dem 7. Juni 1873'mit MathildeCamilla Stakcmann (geb. den 22. Februar 1848), der jüngsten Tochter des Etatsraths Jo-hann August Stakcmann, Biccgonvcrnenrs der dänischen Inseln, Präsidenten der Insel St. Croix,und der Mary Jane, geborenen Aarestrnp. Ihm wurden folgende Kinder geboren:
1) Oluf Friedrich Johann, geb. den 24. Octobcr 1874, gest. den 24. Februar 1875.
2) Olga Antoinettc, geb. den 31. Decembcr 1875.
3) Friedrich, geb. den 11. November 1877.
Als Schluß füge ich der vorstehenden LebenSskizze einen Brief bei, welchen mir derVetter im October 1878 schrieb, weil derselbe genaue Details über den letzten Ncgernnfstandans der Insel St. Croix enthält und dadurch neben dem specicllcn auch ein allgemeines Inter-esse hat: Sanct Thomas, 18. Oktober 1878.
Lieber Herr Vetter! Ihr wcrthcs Schreiben vom 3. v. MtS. traf mich nicht hier,sondern in St. Croix, wohin ich am 2. d. MtS. mit dem größten Thcil meiner Compagnieabcommandirt worden war, anläßlich der Empörung der Neger, wovon Sic wahrscheinlich schontclcgraphische Nachrichten in Ihren Zeitungen erhalten haben. Die Ursache dieser Revolte liegtzum Theil in Mißvergnügen mit den Arbeiter-Regulationen, hauptsächlich muß sie aber derLust zum Rauben und Plündern, kurz einem schwarzen Socialismns zugeschrieben werden. Manhatte vor ca. 14 Jahren au§ ökonomischen Rücksichten den großen Fehler begangen, die Garnisonenans der Stadt Frcderikstcd und von der Station Kingshill in der Mitte der Insel fortzuziehenund alle Truppen, ca. 76 Mann, in die Stadt Christianstcd zu legen, so daß der größte Thcilder Insel ohne Soldaten war. Dies crmuthigtc die Neger, und am 1. October, dem Umzich-tagc von dem Dienste einer Plantage zu dem einer andern, versammelten sich große Trupps derLandnegcr in Frcderikstcd, verjagten die wenigen Polizcidicncr ans der Stadt und griffen schließ-lich das frühere Fort, jetzt die Polizcistation, an, wohin die Beamten und einige Bürger mitihren Familien sich geflüchtet hatten. Glücklicherweise waren hier drei berittene Soldaten alsOrdonnanzen mit Karabinern und 7 bis 8 Miniö-Gcwchren, mit deren Hülfe man die Angreifereinigermaßen in Schach halten konnte. Nachdem 7 bis 8 von diesen letzteren verwundet wordenwaren, zogen sie ab und singen jetzt an, die Stadt zu plündern und schließlich in Brand zustecken, so daß im Laufe weniger Stunden der größte Thcil des schönen Stäbchens von 3666Einwohnern ein Raub der Flammen wurde, darunter alle Kaufläden, die Zollbnde, kurz allewcrthvollcn Thcile desselben. Viele Einwohner wurden gemißhandclt, ein Pflanzer ermordetund allerhand Exccsse verübt. Noch ein Mal versuchten eS die Neger das Fort anzugreifen unddurch Petroleum in Brand zu stecken, wurden jedoch wieder glücklich abgewiesen und setzten dannihr Zerstörnngswcrk in der Stadt fort. Mittlerweile hatten die Behörden einen reitenden Botennach Christiansted abgeschickt, um Hülse zu holen. Er kam daselbst um 1 Uhr Nachts an, undum 2 llhr brach ein Lieutenant mit 22 Mann, thcils zu Pferde, theils zu Wagen ans, kamgegen 4 llhr in Frederiksted an, umging die brennende Stadt und jagte alsdann durch sein ?xcncrdie Neste der Misscthätcr ans der Stadt Humus. Zwei der Soldaten, die den Wagen führten,waren beim Eingange der Stadt zurückgesandt worden, da der Wagen nicht mit durch konnte.