1Z!>
(geb. den 24. März 1735 zu Lübeck, gest. den 5. October 1793) und der Magdnlenc SophiaFriederike von Wangcnheim an? Weimar (geb. den 5. März 1742, gest. den 22. Angnst 1808);in zweiter seit dem 18. Octobcr 1799 mit der schönen und geistreichen Antoinettc Friederikede Bang^) (geb. den 10. Juki 1774, gest. den 1. April 1855 zu Dresden), der Tochter desConfcrenzrathS Oluf Lnndt de Bang (geb. den II. September 1731, gest. den 26. September 1789),GcneralprocnrcnrS, nachhcrigen JnstitiarinS am Hof- und Stadtgericht zn Kopenhagen, und derElse Marie Thicon, geb. Schjödt^) (geb. den 21. Octobcr 1735, gest. den 26. Januar 1802).
wann er seinen richtig gefaßten Plön durchführte trotz aller Schwierigkeiten. Möglich, dag die körperliche An-strengung dei seinem schweren Körperbau seinen Tad beschleunigte; er ward uns wenige Jahre nachher in seinem59. Jahre entrissen. Aber wann wird je etwas großes in der Welt geschehen, wenn wir ängstliche Abrechnunghalten, ob wir einen Grad Lebenskraft mehr oder weniger zusehen?
Schwer druckt mich der Mißmnth darüber, daß dies große seltene Verdienst deS würdigen Mannes beiweitem nicht zun, vollen erkannt wird. Es war mit so viel persönlicher Aufopferung verbunden, daß ich Ihnengern gestehe, ich hätte es mir nicht erwerben können. Es wäre mir nicht möglich gewesen, wie dem gutenMünler, das Elend selbst in seinen schmutzigen, finster», ungesunden Wohnungen aufzusuchen; Stundentaug michmit diesen rohen, oft unsittlichen und nichtswürdigen, oft in mehr als einer Rücksicht ekelhaften Menschen znunterhalten, um die Quelle ihrer Verarmung zu erhaschen, und so für jeden einzelnen das zweckmäßigste Mittelzn bestimmen. Gleichwohl that es dieser gebildete Mann, ohne irgend eine andere Rücksicht, als aus Liebe zumGute»; er that es und achtete nicht mancher schiefe» Urtheile, manches kalten Achselzuckens, manchcs höhnischenNascnrümpfens. Das Bewußtsein, das Elend vieler Familien zu mildern, manchen unmoralischen Menschen aufden bessern Weg zu bringen, hundert verwahrloste Kinder zu nützliche» Bürgern zu erziehen, war sein einzigerLohn. Wenige dankten es ihm bei seinein Leben, wenigere nach seinem Tode. Zwölf Jahre ist er nun dahin.Die Anstalt, die er stiftete, ward nicht fortgesetzt mit seinem Geist, sie ward nicht, waS sie geworden wäre, hätteer sie länger gepflegt. Jndcß besteht sie noch, wirkt noch mannigfaltiges Gutes; aber das Andenken au MüntersVerdienst darum ist beinahe erloschen.
Glauben Sie nicht, mein Freund, daß ich so für Müntcr klage. Nicht gleichgültig gegen den Beifallder Verständigen, kannte er die Welt zu gut, um allgemeinen bleibenden Dank für das zu ernten, waS er denArmen that. Wir stritten uns oft darüber; ich machte mir vor 12 Jahren noch eine» Hellern Gesichtskreis.Nun sehe ich freilich, daß er Recht hatte. Aber deswegen klage ich nicht minder; denn ich fürchte, diese Gleich-gültigkeit der Zeitgenossen werde noch mehr die Neigung schwächen, den verdienstlichen, aber rauhen Pfad zubetreten."
Die „de Bang" sind eines der ältesten nordischen Geschlechter. Sie sollen, der Tradition »ach, cnt-stammen den Geschwistern des Erzbischofs Absalon. Dieser, geboren tt28, tobt 1201, War 1158 Bischof vonNoeskilde, 1177 zugleich Erzbischos zu Land. Er war einer der größten Männer Dänemarks, hervorragend alsGeistlicher, Krieger und Staatsmann. Absalon gehörte zu dem Geschlechte „Hvide". Sein Großvater hieß„Skjalm Hvide". Dieses Geschlecht gehörte in dem früher» Mittelalter zu den mächtigsten Familien nach demKönigsgcschlecht und blühte noch im 13. Jahrhundert. Peter Bang aus dem Geschlechte „Hvide" wurde 1254Bischof zu Noeskilde und starb 1277. Der Name der Baug findet sich seit jener Zeit (13. und 14. Jahrhundert)viel. Die zusammenhängende Stamnireihe beginnt jedoch erst mit dein 15. Jahrhundert. Oluf Bang »ehmlich,geboren 1480 zu Middelfahrt, Seeretair (lVutarlu» galcklou«) des päbstlichen Legaten Thomas, ml^ stmxo-nienms! uo gnii ia>' likit: oaii^taiitlnagalitiiiil, wurde den 17. Mai 1517 vom König Ludwig II. voll Ungarnund Böhme» geadelt. Seine Söhne wurden dann 1536 in dein damals ergangenen Reeeß in den dänischen Adelaufgenommen. Einer ihrer Nachkommen war der Conferenzrath Oluf Lnndt de Bang (l>31—1789), welcherden 23. Juli 1777 unter den dänischen Adel aufgenommen wurde. Siehe das Weitere „Stammtafel von OlufBangs Nachkommen, von F. E. Hunorup" und „Dänisches AdelSlexicon" I 26, wo auch die Wappen der „Bang"abgebildet sind.
»«) Die Gattin errichtete zu Nutzen ihrer drei Kinder Niels, Balthasar de Bang, Antvinette vreisrauvon Eggers, geb. de Bang, ein Geld-Fideicomnüs von 30,000 Ndl. (60,000 Kronen) für diese und ihre Leibe---erben. Der „Eggers'sche Antheil", 16,000 Ndl. oder 32,000 Kronen, wurde von Christian von Egger-- auf