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auf seinem Gute Gaarz iu Holstein ans und beschäftigte sich mit litterarischcu Gegenständen.Ende Octobcr reiste er nach Kopenhagen zurück und trat wieder seine Geschäfte in der Cnnzlcian. Kurze Zeit darauf, im Januar 1813, ward die große Veränderung im dänischen Finanz-wesen durch Herabsetzung des Papiergeldes ans '/^ seines Wcrthcs vorgenommen, eine Maßregel,die glücklicher obwohl ungerechter Weise die Herzogthümer nicht berührte und die unsäglichesUnglück über Hunderte von Familien und deren finanziellen Ruin herbeiführte. Diese Veran-staltung, die kaum durch die eiserne Notwendigkeit der traurigen Lage des Staates gebotenschien, war ohne Zweifel teilweise die Veranlassung, in Verbindung mit den zerrütteten Gesnnd-hcitsnmständcn, daß der Freiherr von Eggers im Februar 1813 auf sein Ansuchen seines Postensals Oberprocnrenr und Depntirter der Canzlei enthoben und zum Obcrpräsidcntcn der StadtKiel ernannt wurde.
Die häufigen und heftigen Gemütsbewegungen dieser traurigen Zeit verschlimmertenindessen seine Krankheit bedeutend, die zuletzt in Brnstwasscrsucht überging, und äußerst schwachtrat er seinen neuen Posten an. Der Sommer, wovon er einen Thcil auf seinem lieben Gaarzzubrachte, erheiterte ihn nicht, und che er für den Winter nach Kiel übersiedeln konnte, starb erplötzlich am 21. November Abends um 6 Uhr, als er nach der Mahlzeit an seinem Pulte stehendeben eine littcrarische Arbeit zur Hand genommen hatte, so das von ihm oft citirte berühmteWort VespasianS „stehend sterben" im buchstäblichen Sinne erfüllend.
Seine sterbliche Hülle ruht, seinem Wunsche gemäß, in einem mit Thräncnweiden um-pflanzten Hügel im Gaarzer Garten. Sein Grab bedeckt ein Stein von inländischem Marmormit folgender Inschrift:
Hier ruhetder zärtlichste Vater, der beste GatteChristian Ulrich Detlev Freiherr v. EggcrsOberpräsidcnt der Stadt KielCommandcnr vom DanebrogGeboren d. 11. Mai 1758 zu ItzehoeGestorben d. 21. Novbr. 1813 ans Gaarz.
Christian Freiherr von EggcrS war zweimal vermählt: in erster Ehe seit dem 30. Juni1790 mit Johanna Ernestine Müntcr (geb. den 11. November 1773), der Tochter des I)r. lliool.und Hauptpredigers an der deutschen St. Petri-Gcmeindc zu Kopenhagen Balthasar Müntcr^),
'I Gaarz, adeliges Gut südöstlich von Oldenburg, kaufte Christian von Eggers 1805; es wurde1815 nach seinem Tode in der finanziellen Krisis für 140,000 Rthlr. verkauft an den Hofagenten Ambcrg, jedochdas Servitut darauf gelegt, daß jeder Nachkomme des Freiherrn C. von Eggers Anspruch auf eine Wohnung dorthabe. Jetzt ist der Graf Holstein-Walerneverstorff Besitzer des Gutes. Zugleich mit diesem Gute besaß von Eggersdas adelige Gut Nosenhvs, seit 1811 erworben für 120,000 Rthlr. Dasselbe wurde für nur KS,100 Rthlr.ebenfalls 1815 verkauft an die Erbe» des Geheimen Commerzraths Platzmann zu Lübeck. Ferner hatte von Eggerseinen Landsitz bei Kopenhagen, Nycgaard, und in Angeln das Gut Kriscbye; siehe hinten LebensbeschreibungFriedrichs von Eggers, Note I.
WS) zzxgxx diesen edlen Mann schreibt Christian von Eggers einem Freunde im dritten Bande seiner„Neise durch Franken, Baicrn, Oesterreich :c. :c." Seite 12 —14: „Sic hätten es sehen sollen, mit welchemWohlwollen, mit welchem Eifer mein verewigter Schwiegervater, der wackere Doctor Münter, die Angelegenheitender Armen seiner großen Gemeinde in Kopenhagen zu einer wahren Gemeinsache machte, mit welcher Intelligenzer sie leitete. Ich war der beständige aufmerksame, gerührte Zeuge; fast jeden Abend an den Tagen, wo er sichmit diesem Gegenstand beschäftigte — und ihrer waren sehr viele — thcilte er mir seine merkwürdigsten Ersah-rungen, Betrachtungen, Ilrtheile mit. Es war ein köstlicher Genuß, ihm zuzuhören, dem Enthusiasmus zu folgen,