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1 (1879)
Entstehung
Seite
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Jugendzeit her noch thcncrn Gifhorn und Hot dort die letzten Jahre seines Leben? im ruhigenGreiscnolter zugebracht. Bei seinem Abgang ehrte ihn der König dnrch Aufnahme unter dieRitter vom Gnclfenorden, sowie die Gemeinden des Amtes Gifhorn ihm, dem geehrten Beamten,ans Liebe und Dankbarkeit" einen silbernen Pokal s überreichten und ein Ausschuß der Amts-angchörigen ihn ersuchte, doch im Amte seinen Wohnsitz auch nach der Pcnsionirnng weiterzu nehmen.

Die herangewachsenen Töchter hatten schon nach dem Tode der Mutter 1834 die Führungdes großen Haushaltes übernommen; als dann die ältesten Sophia und Luise, jene dcnKlostcr-amtmann Grüncwald zu Lüneburg, diese den Amtsrichter Hüscr zu Gifhorn hcirathctcn, bliebenFriederike und Henriette bei dem alternden Bntcr. Ihnen war in den letzten Jahren die Pflegedesselben anvertraut und in treuer Pflichterfüllung haben sie sich dieser Aufgabe unterzogen.

Da erkrankte am 14. April 1862 der Vater am kalten Fieber, nachdem er den Winterüber, einige Erkältungen ausgenommen, sich einer leidlichen Gesundheit, besonders aber in denbeiden vorhergehenden Monaten sich einer großen Rüstigkeit des Körpers und Geistes erfreuthatte; die Ficbcranfälle traten gleich sehr heftig ans, oft mit Ohnmächten verbunden. Da crstcrenicht weichen wollten, drang der Arzt ans Luftveränderung und die Töchter reisten mit demVater nach Meinersen, zu dem ältesten Bruder. Zuerst schien sich dort das Befinden zu bessern;als jedoch bei dem sehr kalten und nassen Sommer die Ficberansällc wiederkehrte», riclh derArzt, nach Harzbnrg zu gehen. Die Abreise dahin erfolgte am 16. Juli. Der Aufenthalt,welcher anfangs Besserung brachte, dauerte 7 Wochen. Als jedoch bei der großen Schwäche dcSKranken die Sehnsucht nach Rückkehr immer größer wurde, reisten die Töchter mit ihm nachGifhorn zurück. Auch dort ging eS Anfangs gut, da die Luftveränderung auf den Znstand vongünstigstem Einfluß zu sein schien. Eggcrs ging täglich hinaus, von den Töchtern geführt. Dochbald kehrten die Fiebcransällc zurück, dazu kam um Weihnachten ein Brnstkatarrh, der denKranken an's Bett fesselte. Doch erholte ersieh wieder; besonders im Februar war für ihn einegute Zeit.Ich habe jedoch," schreibt seine Tochter Friederike,nie an Besserung gedacht; dieSchwäche war am Abend manchmal zu groß. Hatte er dann eine Nacht gut geschlafen, so hobensich seine Kräfte. Wer ihn dann am Tage im Lchnstnhl sah, seine Pfeife rauchend, mit großerRegsamkeit und lebhaftem Interesse Alles besprechend, der ahnte nicht, welch' tiefes Leiden in ihmwar. Im März vergrößerten sich die Leiden des thcnre» Vaters und um die Ostcrzcit, den 5.April 1863, traten heftige Ficbcranfälle ein, die ihn ganz darnieder warfen. Acht Tage nachOstern hielt er sich noch aufrecht im Lehnstuhl sitzend, dann lag er stets auf dem Sofa, sagteauch, er wolle nun 14 Tag°e bis 3 Wochen liegen; wenn es dann nicht besser sei, würde ihn derHerr erlösen. So kam cS auch. Es war in den Tagen ein großer Frieden in ihm, er sprachmit der größten Ruhe über sein Scheiden, tröstete uns und machte Bestimmungen über seinBegräbniß. So kam unter immer zunehmender Schwäche und sichtbarem «schwinden der Kräfteder 8. Mai Hera». Ich fragte den lieben Vater, ob er nnS sehen könnte, da seine Augen soverändert waren, was er bejahte und dann mit großer Klarheit des Geistes und Kraft derSprache hinzusetzte:lieber mein Begräbniß habe ich Dir's gesagt, das weißt Du, der Platz ist mireinerlei, aber mein Wunsch ist, daß eS einfach sei." Zu seiner Grabschrist wühlte er den Spruch:Christus ist mein Leben, Sterben mein Gewinn!" Bald darauf trat ein Krampfhnsicn ein,der gegen Abend schlimmer wurde. Der Arzt kam und verordnete ein Morphinmpnlvcr, welchessehr beruhigend wirkte. Die Beängstigungen ließen nach, der .Kranke athmcte mehrere Stunden

Augenblicklich in Händen des Oberumtsrichters Eggers zu Wennigsen.