Druckschrift 
1 (1879)
Entstehung
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hätte und was hätte sonst noch aus dem Ausbruche des Feuers entstehen können. In? Frühjahr1814 wurde die Stelle deS AmtmannS Leppcr nicht wieder besetzt, ich wurde zu ihrer interimistischenVerwaltung committirt, sehr gut und nach meinem Dienstalter reichlich dafür remuncrirt undhabe, da die Stelle drei Jahre, bis 1. Mai 1817, offen blieb, die gute Einnahme (die Hälfteder Sporteln ans dein großen Amte, 100 Thlr. ans den? Register und 3 Klafter Holz) währendjener Jahre bezogen. Als dieses eingerichtet war, nahm ich nun auch Bedacht darauf, meinetheurc Gattin und Sohn (Konrad) nach Kalenberg oder vielmehr Schnlcnbnrg überzusiedelnund wir haben dort drei glückliche Jahre verlebt. Freilich verloren wir einen zweiten dortgeborenen Sohn sehr plötzlich au? Krupp, welcher Unfall unS in? hohen Grade erschütterte.Aerztliche Vernachlässigung schien dabei obzuwalten. Er hat seine Ruhestätte ans den? Kirchhofezu Schnlcnbnrg gesunden. Nach Verlauf von etwa H Jahren schenkte Gott uns tiesbetrübtenEltern eine Tochter (Sophia), die uns später nach Celle begleitete, gleich unser??? Konrad. ImJahre 1817 wurde daS übergroße Amt Kalenberg in zwei Acmter, Kalenberg und Wennigsen,gethcilt. Ich hatte die bestimmte Hoffnung gehegt, daß ich als zweiter Beamter bei einen? dieserAemter angestellt werden würde, was auch meine College??, ja viele Andere im mindesten nichtbezweifelten, würde, wenn ich solches Hütte ahnen können, 1815 im Hildcshcimischen eine Stellenachgesucht und gewiß auch erhalten haben, denn eines schlechten Rufes wegen meiner Thätigkeitkonnte niemand mich bezüchtigen. Ich mußte mir auch nach meiner Ucbcrzcugnng sagen, daßich jene Berücksichtigung wohl verdient hatte und empfand die Täuschung daher tief.*) Mangab mir die für die Kriminalexpedition bestimmte 3. Stelle in Kalenberg mit eine??? Gehaltevon 500 Thlr. Kassenmünzc, übertrug mir auch einige Monate später, nach AmtmannS CnllonTode, die Administration des Klosteramts Marienrode.

Als der zweite Beamte in Wennigsen in? Jahre 1818 starb, suchte ich, von ?neinenKollegen und von? Amtmann zu Wennigsen ?» specio dazu nachdrücklichst ermahnt, nn? die zweiteBcamtenstellc zu Wennigsen nach, erhielt sie aber wieder nicht, da ein drei Jahr älterer Be-amter Griinsehl in Celle sich darum beworben hatte. Dagegen gab man mir die zweite Stellein Celle, nin die ich garnicht nachgesucht hatte und die ich auch bei ihrer, wie sich nachher nach-wies, geringen Einnahme von kau??? 900 Rthlr. (ohne Dienstwohnung, die nicht vorhanden warund mit der Last einer schwierigen Rcgisterführnng verbunden) garnicht hätte annehmen sollen.Ware ich in Kalenberg geblieben, so hätte ich freilich die Last der criminellen Untersuchungenin den beiden Aemtern beibehalten müssen, die in jener durch Thcnerung ausgezeichneten Zeit sehrbedeutend war und mich in der Regel Morgens und Nachmittags bis zum späten Abend be-schäftigte, aber die Last hätte sich wohl später vermindert, wie sich da???? auch gezeigt hat. Ichging also nach Celle und bin daselbst von? 1. Mai 1818—1834 verblieben. Man wird michfür einen Egoisten halten, wenn ich stets von den vielen Geschäften rede, die mit den mir con-ferirtcn Stellen verbunden waren, allein ich muß dennoch bei der Wahrheit beharren. DieStelle in Celle war, was man auch andererseits anerkennen wird, durch die damit verbundeneRegistersührnng eine äußerst lästige und eine wahre Hungerleider-Stelle, aus der ich viel, vielGeld zugesetzt habe. Von große??? geselligen Umgange zog ich mich ganz zurück und hatte nureinige wenige genauere Freunde. Ich war dazu gezwungen theilS wegen meiner geringen Ein-nahme, thcils wegen meiner Beschäftigung, die mir zwei Schreiber zu halten nöthig machte. Ichbin niemals ohne zwei Schreiber gewesen. Schon 1820 verlang?c ich Versetzung, ohne mein

0 Die beiden zu zweiten Beamten resp. zu Kalenberg und Wennigsen ernannten Aintsschreiber warenfreilich 2 und 1 Jahr älter im Dienste, als ich.