Rose, in dessen zweitem binnen eine silberne sitzende einwärts gekehrte Taube mit Palmenzweigim Schnabel, in dessen drittem blauen eine silberne sitzende auswärts gekehrte Taube mitPalmenzwcig im Schnabel, in dessen viertem rothcn endlich ein wagereckiter silberner Balken,darüber 2 silberne gefüllte heraldische Rosen mit goldenem Kelch, darunter eine solche Rose zusehen sind. Auf dein Schilde ruhen zwei sich zugekehrte Stcchhclme, blau angelaufen und mitKleinoden geziert. Auf dem Rechten wachsen aus roth-silbernem Wulst zwei roth - silberneBüffelhörner^) hervor, zwischen denen eine silberne gefüllte heraldische Rose mit goldenem Kelchfrei schwebt. Auf dem Linken wächst aus blan-silbcrncm Wulst ein Palmbaum hervor. Die starkgezaddclten Helmdecken zur rechten sind von Roth und Silber, zur linken von Blau und Silber."
Verdanken wir die ersten Nachrichten über das Leben unseres Ahnherrn der Leichenrededes Magister Schumann, so sind die Mittheilungen seines spätern Lebens den eigenhändigenNotizen seiner Gemahlin und dem „Gelehrten Hannover" Rotermnnd's entnommen. Erstereschildert in einfacher, und daher um so wcrthvollercr Sprache, wie sie durch ihre Verheirathnngin einen schweren Hausstand getreten sei, mit kleinen Einnahmen und großen Ausgaben. Sieschreibt: „Mein Mann hatte 8 Jahre an der gräflichen Tascl gespeist, und Selsingen war einOrt, wo nicht viel zu haben war. Doch der liebe Gott half mir durch. Ich zog Federvieh aufund vcrkehretc es, so gut ich konnte."
1730 wurde Nicolaus Eggers als Superintendent nach Ebstorf versetzt und imNovember 1744 an Johann Matth. Mchenbergs Stelle als Pastor prim. und General-Super-intendent des Fürstenthums Grubcnhagen nach Klausthal berufen, wo ihm noch den 19. April1746 die Würde eines Königl. Consistorial-Raths übertragen wurde. Mit 8 Kindern (FranzErnst, geboren im März 1732 starb schon 5 Wochen nach der Geburt) und einem Informatorwurde der Umzug nach Klansthal bewerkstelligt. Die Einnahmen waren besser, aber auch dieSorge um die Kinder nahm zu, die Söhne wuchsen heran, mußten zur Universität, die Töchter
„Ein silberner Balken, drei Rasen im rothcn deutschen Schild,
das ist von je der Eggers uraltes Wappenbild!
Sie führten Balken und Rosen zu Hamburg im Sachsenland,
als weise im Nathe sie saßen am alten Elbestrand!
Es sind die silbernen Rosen der reinen Ehre Bild,
es ist der Sachsens-) Balken im rothen Wappenschild!"
„Es sitzt eine Taube von Silber im himmelblauen Schild,das ist der Eggers neues, gar schönes Wappenbild!
Die Taube mit der Palme, sie hat einen tiefen Sinn,denn tadelloses Leben nur sührt zum Ruhme hin!
Drum wer die Taube führet im blauen Wappenfeld,hat auch den Ruhm geküret und sich zum Ziel gestellt!"
„So sind die Schilde beide schon lange im Gebrauch,
das Neue mit der Taube ist längst ein Altes auch!
Doch weil nach alter Sitte die Regel stehet fest,
daß sich ein Wappen wohl mehren, doch nie vertauschen läßt,
So werden die Egzers führen vereint als Wappenbild,
Balken, Rosen und Taube im roth und blauen Schild!"
»«) Das rechte Horn ist Roth über Silber, das linke Silber über Roth.
f) Der Balken in der verschiedensten Gestalt kommt als Wappcndild und Wahrzeichen im alten Sachscnlaiidc häufig vor.