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wieder, er beendigte 1708 den Kurstreit, worauf er in demselben Jahre in das KurfürstlicheCollcgium eingeführt und 1710 mit dem Erbschatzmeistcramt betraut wurde. In Folge seinerAbstammung (seine Mutter Sophie war eine Tochter des unglücklichen Kurfürsten Friedrich V. vonder Pfalz und der Prinzessin Elisabct von England) wurde er 1714 unter dem Namen Georg I.König von Großbritannien. Fortan wurde das Kurfürstenthum Hannover (dieser Name wurdejetzt allgemein statt Kurfttrstcuthnm Brauuschweig-Lünebnrg gebraucht) von einer besonderenRegierung verwaltet, indessen blieb der Hofstaat nebst den Hofchargen in Hannover. Im Jahre1715 vermehrte Georg I. seine deutschen Besitzungen durch die Herzogthümcr Bremen undVerden, die er durch Kauf von den Dänen an sich brachte, in deren Gewalt das Land 1712während der Kriege Karls XII. gekommen war. Georg I. war überhaupt seinen deutschen Be-sitzungen Zeit seines Lebens ein sehr gewogener Fürst. So lagen die Verhältnisse, als unserAhnherr das Pfarramt zu Selsingen antrat.
Dort vermählte er sich mit Anna Dorothea Holmer aus Hamburg, die ihm aber nachweniger als zwei Jahren durch den Tod entrissen wurdet) Bald darauf, am 10. Februar 1726,vermählte er sich mit einer Tochter des Geheimen Kammersccretairs Christoph Chappuzeau»*)zu Celle, Susanne Elisabct.
Nicolaus Eggcrs führte seit seiner Verheirathung mit Susanne Chappuzeau folgendesWappen: „Einen blauen deutschen Schild, in welchem sich eine silberne sitzende Taube mit Pal-menzweig im Schnabel befindet, auf welchem ein nach vorn gekehrter blau angelaufener Stcch-hclm mit Kleinod ruht. Auf dem Helm wächst aus blausilbcrncm Wulst ein Palmbaum hervor;die Hclmdccken sind von Blau und Silber." Die Gründe weswegen er nicht das alte Familicu-siegcl führte, während sein Bruder Berend und dessen Nachkommen sich desselben bedienten, sindunbekannt. Ein altes eisernes Petschaft unseres Ahnherrn war im Besitz des jüngeru Zweigesder hannoverschen Linie, bei dessen Stammvater, dem Generalsupcrintcndentcn Johann Konrad,die Wittwc des alten Nicolaus lebte und starb, der dann das Siegel des Vaters erbte. Leiderging diese Reliquie verloren beim Tode des Amtshauptmanns von Meinersen, Konrad Eggers,im Februar 1871.
Dieses, ohne Frage nach dem Wappen der Chappuzeau zusammengestellte, Wappenhaben die Eggers der hannoverschen Linie bis zum Jahre 1877 ausschließlich geführt. Ingenanntem Jahre vereinigten wir mit diesem das Stammwappcn und führt somit die hanno-versche Linie folgendes Wappen:
'') Die meisten Nachrichten über Nicolaus Eggers sind entnommen seiner Leichenrede, gehalten vomMagister Joh. Daniel Schumann.
Die „Chappuzeau" sind eine alte Familie Poiton's. Sie hatten in Paris das Patriziat. Maren>tl> In nulNessv da rode (Parlaments-Adel). Diese Familie kam mit Samuel Chappuzeau (p 1701) und seinemSohne Christoph (f I7l!2) in die Hannoverschen Lande und ist durch mehrfache Hcirathen uns verwandt.
Susanne Elisadct (geb. den IS. Juni 1702) vermäblte sich mit Nicolaus Eggcrs. Ihre Nichte,Friederike Marie Sophie, die Tochter des AmtmannS zu Rudolfshausen, Konrad Nicolaus Chappuzeau, heirathete17SS den Bergsecretair Eggers. Der Pastor zu Ahlden Georg Eberhard Anton Chappuzeau heirathete wiederumCharlotte Amalie Luise Haccius, deren Mutter, Barbara Luise Elisabct Eggers, eine Tochter der zuerst genanntenSusanne Elisabct Eggers, gebornen Chappuzeau war.
Wappen: „Runder französischer Schild, durch einen goldenen linken Schrägbalken in zwei gleicheHälften getheilt, in deren oberer Hälfte drei silberne übereinander sitzende Tauben (Merletten k) im blauen Felde,in deren unterer ein silberner liegender Palmenzweig im rothen Felde sich befinden. Die Helmdecken find vonBlau und Silber."