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yern waren unterstellt sämmtlichc Einkünfte, Jntraden, Einnahmen und Ausgaben der Stadt.Nur dem Rath gegenüber waren die Kämmereibürger zur Rechenschaft und Auskunft verpflichtet.Auch sie erhielten schon in damaliger Zeit ein Honorar von Seiten der Stadt, Einen neuenBeweis der Achtung gaben 1577 seine Mitbürger unserm Ahnherrn, indem sie ihn in einenAusschuß wählten, welcher zusammentrat, einen Strcithandcl zwischen dem dänischen KönigeFriedrich II. und der Stadt zu vergleichen. Erstcrcr hatte nämlich Hamburger Schiffe aufbrin-gen lassen, den freien Paß der Hamburger nach Dänemark, die Fahrt durch den Sund, verboten.Wie weit Hamburg diese Maßregeln verschuldet, da es wohl in etwas zu kühner Weise sich derJurisdiction des Königs entzogen, auch im dänisch-schwedischen Kriege sich parteiisch benommenhatte, oder in wie hohem Maße der König zu Gcgcnmaßrcgeln berechtigt war, zu prüfen, istnicht Aufgabe der vorliegenden Schrift. Es genüge, daß die Angelegenheit im Jahre 1579 ihreErledigung fand, nachdem sie fünf Jahre geschwebt hatte. In dem Ausschuß finden wir unfernNamen neben den ältesten und angesehensten Hamburger Namen, z. B. den Walrave, vonDclmcn, von Spreckelsen, von Eitzen, Rcntzel, Fadeler:e. :c. War cS doch auch zu natürlich,daß der crbgesessenc Bürger, ans welchem vor Allen die Staatskosten ruhten, das erste Wortbei allen städtischen und politischen Verhandlungen zu reden hatte.
DaS Jahr 1579 brachte für Hans E. die Ernennung zum Oberalsen, welche Stellunger bis 1691 bekleidete, wo er resignirte und starb. Er hinterließ drei Söhne:
Johannes, Besitzer mehrerer Vicaricn im Dom und zu St. Pctri um 1595, starbden 27. Octobcr 1604.
Henning, welcher das Geschäft der Familie weiterführte und um 1690 lebte.
Konrad, welcher eine Vicaric zu St. Katharinen um 1699 besaß.
Jacob (Kggcrs war Kämmcrci-Bürgcr 1575, Oberalter im Kirchspiel St. Katharinen1694. Er starb 1618 und hinterließ eine Tochter Christina, welche seit dem 6. Deccmber1605 vcrhcirathct war mit dem Diaconns*) zu St. Katharinen, Johann Meier.
Henning, dessen Geburtsjahr unbekannt, welcher aber allein von den Söhnen seinesVaters sich im September 1619 vermählte, hatte 4 Kinder:
HanS, getauft am 10l September 1620.
Gertrud, getauft am 24. März 1623.
Hinrik, getauft am 28. November 1623.
Henning, getauft am 2. Februar 1626.
Von jetzt ab läßt sich die Geschichte unserer Familie noch genauer verfolgen, da dieKirchenbücher beginnen. Bis dahin war daS Archiv zu Hamburg die Quelle der wenigen Nach-richten. Leider fehlen in den älteren Kirchenbüchern stets die Namen der Mütter hinter denTäuflingen, während die Gevattern mit großer Genauigkeit verzeichnet sind.
Henning'S Todesjahr ist unbekannt, seine Lebenszeit fällt in den dreißigjährigenKrieg, der jedoch verlies, ohne daß Hamburg eine Belagerung erlitten oder nur fremdeTruppen in seine Mauern ausgenommen hatte. Die Zeiten, welche für die Entwicklung unddie innern Zustände Hamburgs manches Interessante bieten, bringen für die speciclle Familien-geschichte nichts. Die Kinder Hennings finden sich verzeichnet im Kirchcnbnche St. Nicolai,woraus hervorgeht, daß der Vater im genannten Kirchspiel wohnte.
Während über die Tochter Gertrud keine Nachrichten cxistircn wissen wir, daß Hansoder Johann, der älteste Sohn nach Mecklenburg auswanderte und der Stammvater der"^Die Diatonc» waren S Bürger aus jevem der 5 Kirchspiele, welche zusammen mit den Obcraltcndas Kollegium der Sechziger bildete» uno bevollmächtigt waren iu Kirchen- und Schul-Sacheu.