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Hans von W ran gel wohnte schon 1632 den Manngerichten zu Penth als Bei-sitzer hei und wurde am 14. Januar 1636 zum Hakenrichter in Wirland und Jerwenernannt. Es geschah dies durch den Gouverneur in der auf dem Dom zu Reval demFeldmarschall Hermann von Wrangel (VI 2) gehörigen Behausung.
Im Jahre 1642 finden wir Hans von Wrangel unter den Landräthen, welchevom Oberlandgericht in der Grenzbestimmung zwischen des Wilhelm Nieroth Gut Bux-höwden und der Gebrüder von Rehbinder Gut Kurrisaar als Commissarien am 14. Octoberdeputirt werden. Ebenso musste er als wirisch-jerwischer Mannrichter, welches Amt er bis1659 bekleidete, 1 ) mit seinen Assessoren im Auftrage des Gouverneurs Gustav von Oxen-stjerna den Grenzstreit zwischen den Majoren Henrich von Knorring, erbgesessen zu Jiig-gis und Kaltenborn, und Hans von Treyden, erbgesessen zu Lecht und Pojeck, in be-treff der Grenzen von Ellifar und Mnoya am 26. October 1644 untersuchen. 2 )
Am 26. März 1667 beschwerten sich Hans von Wrangel von Tatters, TönniesJohann von Wrangel (17) und Jürgen von Wrangel von Sauss (14) als Bevoll-mächtigte für Reinhold von Wrangel (X 5) über Grenzverletzungen durch den Amt-mann von Annickfer und über verübte persönliche Gewaltthat gegen den Amtmann vonSauss, indem jener mit dem Degen auf letzteren in seinem Gebiete losgegangen. Sie ge-stehen den Annickferschen in dem „Lucht" durchaus keinen Possess zu und klagen übergewaltsamen Eindrang und hochstrafbare Turbation in den saussischen Landen.
Hans von Wrangel war gegen das Ende seines Lebens infolge eines Unfalls län-gere Zeit bettlägerig und schenkte, da er keine Besserung verspürte, aus besonderer! Zu-neigung eine Heerweide seinem Schwiegersohne, dem Oberstlieutenant Hans von Trevjleu,welcher sie wiederum seinem Schwiegersohne, dem Lieutenant Elfreich verehrte. Nach demGesetze hätte die Heerweide aber an den nächsten und ältesten Agnaten, an den Ol erst,und Landrath Hans von Wrangel zu Waschel übergehen müssen. Dieser strengt daherim Jahre 1676 einen Prozess gegen die Erben des Hans von Wrangel auf Tatters au. 'j
Hans von Wrangel starb 1676 und wurde am 21. Januar in der St. Nicolai-Kirche in Reval beigesetzt. 4 )
Er war vermählt mit Anna von Wrangel aus dem Hause Tatters (XII21),Tochter des Jürgen von Wrangel (XII9), und hatte mit derselben eine Tochter: J
Kunigunde Elisabeth (18), welche den Oberstlieutenant Hans von Treyderl aufKurnal und Tatters lieirathete;und einen Sohn:
17. Fabian von Wrangel,
welcher 1653 geboren und am 13. Januar getauft rvurde.
16. Otto von Wrangel,
Sohn von Tönnies (4), erbte Sage und kaufte Waschel und ist der Stammvater desHauses Waschel (Tab. XVII).
1) Chr. Gerbers, Prot. Y, 247, 251, 259; Gesch. (1er Familie Lode; von Toll, Brief!. II, 1, Nr. 564 B, p. 540, Nr. 577, p. t
2 ) Toll, Regesten.
:1 ) Oberlandgericht Reval, Convolut 274, Nr. 10.
4) K.-B. St. Nicolai in Reval.