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15. Jürgen von Wrangel, 1 )
Solin von Tönnies (4), war seit 1619 Erbherr auf Sauss im Kirchspiel Halliel, sowie aufHuer im Kirclispiel Kegel, beide in Estliland gelegen; auch besass er Teils und Tomel.
Wegen eines Heuscldages unterhalb des letzteren befand sich Jürgen 1637 in Streitmit dem Oberst Hans Hindrich von Tieseiihausen. Die Sache wurde am 11. Februarzu Reval zu Ungunsten des Jürgen entschieden. Eine weitere Streitsache wegen Tomelhatte er laut einer Urkunde vom 2. September 1644 mit der Wittwe des 0 berstlieutenantsund Rathsherrn zu Dorpat Fabian von Wrangel auf Uchten und Ubbias, geboreneDorothea von Hastfer (XVIII21). Hierbei handelte es sich um die Feststellung derGrenzen zwischen ihren Gütern. Obgleich diese nun auf Grundlage eines Pfandbriefesdes Landraths Hans Heinrich von Tiesenhausen von 1540 und des Briefes von 1489 fest-gesetzt wurden, erreichten die Streitigkeiten ihr Ende noch nicht, da Jürgen sich be-nachtheiligt glaubte. Beide Parteien haben dadurch noch viele Weitläufigkeiten, dieaber meist zum Nachtheil von Jürgen von Wrangel ausfallen, weil ihm beglaubigteBriefe und Dokumente fehlen.
Am 2. Juli 1647 verkaufte Jürgen an den Generalmajor Hans Heinrich vonTiesenhausen seiner Frau väterliches Erbdorf Soall im Kirchspiel Wesenberg für2000 Thaler mit Zustimmung seiner Ehefrau, der „ausgerichteten" Schwiegersöhne (21und 22), sowie seines Sohnes Anton Johann (20), infolgedessen auch am 19. April 1648das Manngericht in Wirland und Jerwen das Dorf dem General Tiesenhausen zusprach.
Endlich geht aus der Urkunde vom 19. October 1653 hervor, dass Jürgen auchnoch das Dorf und Gut Teils (Theiles) besessen hat; denn es wurde am genanntenTage die Grenze zwischen dem der Gertrud von Tiesenhausen, geborene von Taube, ge-hörigen Gut Undel und seinem Gute Teils gerichtlich festgesetzt.
Jürgen (George) von Wrangel war 1644 Kapitän und 1652 ausserdem nochManngerichts- und des königlichen Burggerichts ordinarii Assessor.
Am 7. Juli 1657 machte er sein Testament und starb sehr bald darauf in Revalan der Pest.
Am 28. Januar 1626 vermählte er sich zu Fall mit Anna Elisabeth von Neu-kirch, Tochter des Hans Heinrichson von Newkirchen auf Fall, Kohhat, und CatharinaTuverdotter von Bremen von Engdes. Sie starb am 21. Juli 1657 in Reval ebenfalls ander Pest.
Aus dieser Ehe entsprossen vier Söhne: Anton (Tönnies IH.) Johann (20), OttoEvert (Eberhard) (23), George (Jürgen) (28), Carl (29) und sieben Töchter:
1. Anna (19), geboren am 11. November 1626.
; 2. Catharina (21), 2 ) geboren am 2. März 1629, war schon 1647 mit dem Oberstder livländischen Adelsfahne Eberhard von Taube auf Odenküll vermählt.
: 3. Elisabeth (22), 3 ) geboren am 6. November 1630; war 1647 mit Hans vonAVrangel (XII19) zu Jesse vermählt.
1) Maydel, Briefl. 63: G. L. Wrangel, p. 391: Jörgen Joli. Wrangel, Handb. 1731; Mor. Wrangeil, Material VI. p. 126.
2) Maydel, Briefl. II, Nr. 72.
3) Mor. Wrangell, Tab. VI 127.
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