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1 (1887)
Seite
502
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Wrangel zu Reval quittirte. Aber erst 1634 erhielt er. nachdem seine Frau schon ge-storben war, den Rest der Mitgabe.

Er hatte zwei Töchter:

1. Magdalena (10), vermählt mit Rötger von Tiesenhausen auf Karrol undErkiill, und

2. Elisabeth (11), welche mit Berend von Saltza vermählt war. Sie erhielt1627 durch das Testament ihres Vaters den Hof mit Gütern Kau.

8. Carl Heinrich von Wrangel, 0

Sohn von Tönnies (1), blieb als Fähnrich in der Schlacht bei Bode 1586 und wird daherin der Erbtheilung der Brüder nicht mehr genannt. 2 )

4. Tönnies von Wrangel, 3 )

Sohn von Tönnies (1), Erbherr auf Sauss, erhielt 1585 in der Theilung mit seinem jüngernBruder Otto (2) Dorf und Mühle Selly (Seliell), Kappel in Harrien mit dem Gesindezu Antzel und das Dorf Torwajögge im Narwaschen.

Ferner gehörte dem Tönnies von Wrangel die Mühle und das Dorf zu Zellinmit vier Gesinden, welche Mühle seine Mutter fast dreiundzwanzig Jahre im Besitzgehabt hatte; sie hatte das Recht, noch fernere sieben Jahre für 3200 Gulden rigisclidarin zu wohnen und zu bleiben; allein nach dieser Zeit sollten die Erben diese Mühlewieder abtreten, sobald sie ihr Geld wieder bekommen hätten. Die Commissarien be-willigten dem Tönnies von Wrangel den Gebrauch während der sieben Jahre, bisder Bescheid des Königs eingegangen sein würde. 4 )

Ueber Dorf Kappel (im Kirchspiel Maholm in Wirland), welches dem Gerdtvon Dönhoff gehörte, zeigte aber Tönnies von Wrangel, hier derJunge" genannt,seine Briefe. Es umfasste sechzehn Haken Land. Tönnies war von Jugend auf ein Treuei-des Königs, dem die Landräthe gute Zeugnisse gaben. Sein Vater starb zu Reval undhatte dem Könige das Landaufgetragen". Das Dorf Kappel war von ihm für 12 000Thaler gekauft, und sprach Tönnies noch ausserdem um das halbe Dorf Torfigock mit dreiHaken Land und noch einem vierten Theil dieses Dorfes nebst einer ganzen Mühlenstätte,die aber wüst lag, an, was er für 1800 Thaler vermöge des Kaufbriefes gekauft hatte.

Den Hof Modders im Kirchspiel Keel in Wirland besass Sternschilt als Arrende,er war aber Tönnies von Wrangel gehörig. Auf diesen Hof, zu welchem drei Dörfer unddreizehn Haken Land, besetzt und unbesetzt, gehörten, sprach Johann von Stakelberg wegenseiner Hausfrau an und zeigte auch die Briefe vor über den Hof und das Dorf All osi st er,das Dorf zu Modders, das halbe Dorf Kanküll mit der Mühle zu Lehm, den Krugzu Weissenaw; die Haken waren ihm aber unbekannt. Tönnies von Wrangel hat sichbeim Könige jederzeit-gut verhalten, als er Landsass ward. Es wurden dem Johann vonStakelberg daher die Briefe wieder gegeben und ihm gestattet, alles zu behalten. 5 )

1) Titularbucli p. 33.

2) Titularbuch p. 31.

3 ) Toll, Urk.-Sainral. p. 197; Stjernmami I 87: Mayclel, Briefl. I 35 ; Titularbucli p. 99.

4) Titularbucli p. 30.

r ») Titularbucli 91. p.