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1 (1887)
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"wirisclie Manngericht und bat, diesen Zeugen zu verhören,was ihm eigentlich wegen desStückes Acker auf dem Kabschen Berge wissend wäre und ob dasselbe nach Annickfergehörig sei''. Der Zeuge bejahte letzteres und bestätigte die Grenzen. 1 )

Im Jahre 1644 (schon zu Lage na) führte er wegen der Nachlassenschaft des Land-raths Bobert von Taube mit dessen Wittwe Anna geborne von Fersen einen Prozess, in-folge des Testaments genannten Landraths,seines Oheims". 2 )

Am 6. August 1646 urtheilte das jerwisch-wirisclie Manngericht in der Klagesachedes Oberstlieutenants Reinhold von Wrangell gegen den Oberst Johann Moritz vonWrangel (VI 7) wegen eines streitigen Stück Landes, Kerrekunda genannt, da esfraglich war, ob dieses Stück zum Dorfe Mustigeji oder zu Wasahof gehöre.

1647 wird uns der Oberst Reinhold von Wrangell alsErbsass zu Lagenaund Annickfer" genannt, als er mit seinem Schwager Johann von Hastfer zu Kattentackund Sack vor dem Manngericht in Wirland und Jerwen am 1. Juli mit einem Kaufbrieferscheint und dieAuftracht" von demselben erbittet. In diesem Kaufbrief verkauft dergenannte von Hastfer dem Oberst Reinhold von Wrangell sein Part, das halbe DorfWayfer nebst den beiden Haken zu Alten-Wayfer mit Pertinenzien und Zubehör imGebiete Narwa für 3000 Reichsthaler.

Am 26. Mai 1654 wurde noch vom Manngericht in einer Grenzsache entschieden,die der Oberst Reinhold von Wrangell zu Lagena wider den Bürgermeister Poppel-mann zu Narwa wegen des Gesindes Thuls hatte.

Noch in demselben Jahre starb aber der Oberst Reinhold von Wrangell (be-graben am 3. Juni). Am 25. October 1654 entschied das Manngericht in Grenzsachendes Jacob Mack Duvall zu Saggad wider den Landrath Reinhold Metztaken zu Palms etc.und des Obersten Reinhold von Wrangells Wittwe zu Annickfer, deren StiefsohnArffwidt (Arvid) von Wrangell die Brieflade des Gutes nach Finnland mitgenommen hatte.

Der Oberst Reinhold von Wrangell war zweimal verheiratliet: a) mit Catharinavon Willmann (nobilitirt Wildemann), Tochter des Statthalters zu Nystatt Arvid Tönnessonvon Wildemann und der Anna Hansdotter Björmann; wahrscheinlich 1639 gestorben;sie war Erbfrau der Güter Bogand und Kelgola in Finnland; b) vor 1640 mit ElisabethDorothea von Hastfer, Schwester des Johann von Hastfer zu Kattentack und Sack undTochter des von Hastfer zu Waywar (Wayfer); sie starb 1675.

Aus diesen beiden Ehen stammten vier Söhne und eine Tochter und zwar aus derersten Ehe: Heinrich (2), Arvid oder Ehrfried (3) und eine Tochter (4), die mit demHauptmann Dietrich von Lode vermählt war. Aus der zweiten Ehe: Bernhard Johann (5)und Reinhold (6).

Im Jahre 1662 den 14. Februar fand ein Vergleich unter den Erben des OberstReinhold von Wrangell statt, da die Wittwe Elisabeth Dorothea von Hastfer nochlebte und der Stiefsohn derselben, Arvid von Wrangell, inzwischen gestorben war.

Vor allem wurde hierbei an dem väterlichen Testament festgehalten, wonach demSohne Reinhold Lagena und Wayfer zufiel und Arvid von Wrangell Annick-

!) von Toll, Regesten.

2) von Toll. Biiefl. II, Nr. 514, 519.