Druckschrift 
1 (1887)
Seite
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von Wrangel in Mitleidenschaft gezogen worden, dem Wortlaute nach folgen: ,,Ao. 1G87habe dieses Bncli angefangen, weil Ao. 1684 den 6. Juni in einem kläglichen Brande aufdem Dorn zu Reval nicht allein unser schönes Haus, sondern in demselben unser grossesVermögen an Gold, Silber, Korn, Hausgeräth^ baarem Gelde, Kutschen, Schlitten, Pferd undGeschirre, ja alles, sogar kostbare Möbel und Kleider, wie auch die alten Urkunden, Siegelund Briefladen der beiden Güter, als Kimengord in Finnland belegen, den Kaufbrief vonglorwürdigstem König Gustav Adolf; wie auch des seligen Baron Obristen und LandrathHans von Wränge 1 von Allo Testament, Codicill darin er es seinen Frauen erblichvermacht, zu verschenken, und zu vergeben hierauf mit seinen Erben als Frau Barbaravon Wrangel und ihrem Manne dem Obersten Otto Johann Meyendorf von Uexküll, wieauch der anderen Tochter Kinder als Rittmeister Hans von Rosen von Sonorm, Dirichvon Rosen von Allo und Frau Barbara Magdalena von Rosen, Herrn Oberst PahlensEheliebste vollkommen Transaction und Vertragschrift über das Testament und dasCodicill, alle des seligen Herrn Vaters und Grossvaters Vermachungen, letzten Willenund Testament genehm zu halten und als gehorsame Erben danach zu leben, allesämmtlich unterschrieben und versiegelt."

Hans von Wrangel hatte nur aus der ersten Ehe Kinder und zwar zweiTöchter:

1. Ebba Barbara (16), welche dreimal verheirathet gewesen, vermählte sicha) mit dem Oberstlieutenant und Landrath Carl Adolf von Tiesenhausen in seinerzweiten Ehe. Er verstarb im December 1652. Auf dem Beschlüsse zuNorkjöping hatte ihm sein Schwiegervater Hans von Wrangel das GutLude mit dem Beding abgetreten, dass, wenn er ohne männliche Leibeserbenversterben sollte, genannter Tiesenhausen nebst dessen Ehefrau und ehelichenLeibeserben beiderlei Geschlechts dieses Gut als ein gesetzliches Erbgut ge-messen sollten. Lude gelangte demzufolge in den Besitz von Carl Adolfvon Tiesenhausen und kam nach dessen Tode an seine aus erster Ehe stam-mende Tochter Anna Dorothea, welche an den Rittmeister Hermann vonWrangeil (V TTT 1) vermählt war. Nach dem Tode ihres ersten Gemahls ver-mählte sich Ebba Barbara b) mit Johann Eberhard von Bellingshausen, Frei-herrn von Uelzen. in dessen zweiter Ehe; geboren 1604, den 8. August 1651 inden Freiherrenstand erhoben (unter Nr. 32 introducirt mit verbessertem Wappen),von Bellingshausen war schwedischerOberst eines Regiments in Deutschland, 1650Generalmajor und Befehlshaber der Cavallerie in Livland und am 26. April 1650Landrath. Er besass die Güter Klimitina und Kumolowa in Ingermanland, sowieGüter in Finnland, im südlichen Theil von Kexholm-Län, Kirchspiel Sackulo, undkauft 1651 Urbs, Kirchspiel Anzen. Er starb am 13. Juni 1655 und wurdein der Domkirche zu Riga begraben. Als Wittwensitz wurde Ebba Barbaradas Gut Kumolowa in Ingermanland angewiesen; als sie aber c) den Oberst-lieutenant Otto Johann von Uexküll, Freiherrn von Meyendorf lieirathete. tratsie Kumolowa ihrem Stiefsohn, dem Rittmeister Leonhard Johann von Bellings-hausen (geboren 1642, gestorben 1689), ab.