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820 Reichsthaler species betrugen. Laut königlicher Resolution vom 7. October 1690mussten des Hans von Wrangel Erben auch diese Summe zahlen. 1 )
1694 klagte nun Hans von Rosen im Namen der Erben des verstorbenen Frei-herrn Hans von Wrangel zu Allo gegen des verstorbenen Oberst Gerhard von LöwenErben wegen Beeinträchtigung der ersteren bei der Immission derer Güter.
Ferner beanspruchten die Löwenschen Erben, da das Gut Parkanehmj von derKrone eingezogen, die Immission in Selly und Allo und wollen in betreff des letzteren,welches Hans von Wrangel vom Landrath Baron Bernhard von Taube gekauft, nichteher der Immission entsagen, bis sie den oben erwähnten Kaufschilling von Parkanehmj(Pirkemanni) zurückerhalten hätten. Es entstellt 1689 deshalb ein langer Prozess, deram 5. Juli 1689 in Reval dahin entschieden wird, dass die Löwenschen Erben nicht ausden immitirten Gütern Allo und Selly entfernt werden könnten, weil der Vater die Im-mission erlangt hätte. 2 )
Oberst Hans von Wrangel war zweimal verheirathet: a) 1620 mit Anna vonUexküll aus Meks und Fickel, Tochter des Landraths Johann von Uexküll und der Annavon Rosen; sie starb 1651 und wurde am 14. März im Dom zu Reval beigesetzt; b) mitseiner Cousine (Andergeschwisterkind) Gertrud von Uexküll, Tochter des MannrichtersGeorg von Ueküll auf Oerten und Angern und der Elisabeth Magdalena von Wrangelaus Ellistfer (III 38). Die Trauung fand am 15. September 1661 in der Domkirche zuReval statt. Nach Hans von Wrangeis Tode vermählte sich seine Wittwe zum zweitenMale am 23. März 1669 mit dem Feldmarschall und Gouverneur von Narwa FreiherrnOtto Wilhelm von Fersen auf Cronendahl, Raykiül, Kurnal, Kymenegärd in Finnland undward die Stam mm utter des freiherrlichen Geschlechts Uexküll von Meyendorff. 3 )
Sie starb am 25. October 1688 im Alter von 48 Jahren und wurde am 10. März1689 im Dom zu Reval im Chor beigesetzt, in des Grafen Mathias von Thum Kapelle.In diesem Gewölbe ruht auch der Feldmarschall Otto Wilhelm von Fersen, dem daselbstein grosser steinerner Sarkophag gesetzt worden ist. Nach ihrem Tode vererbten sich:Allo an ihre Tochter Margarethe Elisabeth von Fersen, verehelicht an Beiigt Heinrichvon Bistram; Kymenegärd an Wilhelmine Gertrud von Fersen, verehelicht an Gustav Johannvon der Osten; Raykull erhielt Julianne Helene von Fersen, verehelicht an Oberst JürgenJohann von Wrangel (XII 31), später an Oberstlieutenant Heimich Johann von Schlip-penbach, und Kurnal an Christina Eleonore von Fersen, verehelicht an Otto Fabianvon Wrangel (XII 30).
Hier sei noch erwähnt, dass uns vom Feldmarschall Otto von Fersen ein Notiz-buch in Kleinoctav-Format mit Pergamentumschlag erhalten geblieben ist. Die erstenSeiten desselben sind von Gertrud, der gewesenen zweiten Gattin Hans von Wrangeisund nunmehrigen Gattin Fersens selbst geschrieben und mögen dieselben, da sie uns Kundevon einem schweren Brandunglück geben, von welchem auch einige Mitglieder der Familie
*) Oberlandgericht Reval, Arcli. Convol. 265, Niv 9.
2 ) Oberlandgericht Reval, Arch. Convol. 217, Nr. 19 und 272. Nr. 1.
a ) Lude Briefl. III, Nr. 13. 19, 46, 56. Notizbuch des Feldmarschalls Otto Wilhelm von Fersen, p. 1: Arch. Kuckers. — Feld-marschall Otto Wilhelm von Fersen wurde im Dom zu Reval in der Kapelle des Mathias Grafen Thum, der die Veranlassung zum dreissig-jährigen Kriege gab, beigesetzt.