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1 (1887)
Seite
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In betreff seiner zahlreichen und schönen Güter sei einiges liier erwähnt.

Am 12. März 1650 erhielt er einen lehnsherrlichen Consens, wonach.er seine inLivlaud belegenen Güter Wrangeishof und Odenpä an seine Stiefgeschwister dritterEhe, namentlich Maria Christiane von Wrangel, Johann Friedrich von Wrangel,Wolmar Hermann von Wrangel, Elisabeth und Margarethe von Wrangel undderen Vormund, seinen Vaterbruder, esthländischen Landrath und Oberst Hans vonWrangel (VI 5), für die denselben laut väterlichem Testament in Vorpommern zu-gefallenen Güter Neuen -Vorwerk, Grossen-Ernsthof und Spandauershagen tauschweiseüberliess und zu diesen vorpommerschen Gütern auch noch vom Oberst Carl Ruthendas Gut Nonnendorf und vom Oberst Conrad Mardefeld das Gut Pritzier im Amte Wolgastmit Zubehör erhandelte; d. d. Stockholm den 12. März 165,3 bestätigte die KöniginChristine diesen Tausch. 1 )

Das Gut Spyker (Spiker) auf Rügen besass Carl von Jasmund als der letzte dieserLinie. Nach seinem Tode conferirte die Königin Christine dasselbe dem Reichsrath,FeldmarschaU und Generalgouverneur von Pommern, Carl Gustav Graf Wrangel, zumErsatz für das demselben auf gewisse .1 ahre conferirte und an das Kurhaus Brandenburgabgetretene Amt Satzig und ertheilte ihm darüber einen Lehnsbrief sub dato Stockholmden 5. Juli 1649. 2 )

Das Gut und Vorwerk Wrangeisburg 3 ) bei Greifswald war, ehe es der FeldmarschallCarl Gustav Graf Wrangel erhielt, ein Vorwerk, welches nebst andern schönen Güterndie längst ausgestorbene Familie von Nienkerken besass. Der letzte Besitzer hatte denBau eines kostspieligen Gebäudes begonnen, das er indess nicht zu vollenden vermochte.Graf Wrangel baute nun dasselbe erst voUständig aus.

Es fiel bei der Theilung nebst dem Ackervorwerk Crepzow nach dem ohne männ-liche Erben erfolgten Tode des Feldherrn Carl Gustav Graf Wrangel seiner Enkelin,der Gräfin Marianne Wittenberg zu, welche im Januar 1678 an den Oberst GrafenChristian von Ascheberg vermählt ward. 4 )

Was die Wappen des in den Grafenstand am 26. März 1651 erhobenen CarlGustav von Wrangel und dessen in den Freiherrnstand erhobenen Geschwister be-trifft, so wird auf die schon mitgetheilten Darstellungen verwiesen.

Es sei noch erwähnt, dass sich das Wappen des Feldmarschalls Carl GustavGraf Wrangel noch jetzt in Gehweinfurt am Thore als Denkmal vorfindet; es zeigt dasStammwappen der Familie.

Nach der Einnahme von Schweinfurt wurde nämlich dieses Wappen des Feld-marschalls mit dem der Königin Christine von Schweden in Stein gehauen und in dieWerke und Thore eingesetzt. Am zweiten Osterfeiertage, den 5. April 1649, frühmorgens wurden jedoch diese sämmtlichenJWappenmedaillons des Feldmarschalls heraus-genommen und die Oeffnungen zugemauert; nach den Feiertagen aber ein und einhalb

J ) Wrangelsche Lelmsakten, fol. 7, 8, Nr. I.

2 ) Wrangolscho Lehnsakten, fol. 77, 80, Nr. I.

;i ) Gegenwärtig geliört Wrangelsliurg einem Herrn von Homeyer und Crepzow einem Herrn Heidemann.

4 ) Wrangelsche Lehnsakten. Anzeige des Grafen Ascheberg vom 30. März 1698, Nr. 5 und fol. 28, Nr. 6.