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Schlachtordnung, um seinem Gepäck Zeit zum Abzug zu verschaffen. So kamen sie bisan die alte Südgrenze des Landes Beilin gegen den Glien hin, wo von Norden her sichdas Rhin-Luch dem Havel-Luch bis auf eine Entfernung von 1200 Schritten nähert, eineFlankirung durch die Undurchdringlichkeit des Morastes zu beiden Seiten ausgeschlossenist, und zwischen beiden die Front nach Süden die „Landwehr" bildet (eine alte Be-festigung, aus hohem Walle und trockenem, fünf Fuss tiefem, 12 Fuss breitem Grabenbestehend, die nur an zwei Stellen durchritten werden kann, den Angriff für Cavalleriebeinahe zur Unmöglichkeit macht).
Sobald die Schweden diesen Punkt erreicht hatten, mussten sie hoffen, liier aufder Insel "Rell in , eingeschlossen von den unpassirbaren Brüchern, Schutz zu haben,da von Norden her der von Havelberg angeblich auf Ruppin marschirende FeldherrGraf Wrangel ihnen voraussichtlich die Hand reichen, jedenfalls aber ihnen die vor-her angeordnete Besetzung des Passes bei Fehrbellin durch 160 Reiter den Rückwegdecken würde.
Der festen Stellung der Feinde gegenüber schickte der Landgraf eine Meldung anden Kurfürsten mit der wiederholten Bitte um Unterstützung; aber bevor Antwort vondiesem gekommen war, muss die Schweden die Nachricht erreicht haben, dass ihre Be-satzung der Schanze von Fehrbellin niedergemacht und der Pass in ihrem Rücken zer-stört sei.
War vorher schon bei den Schweden durch die von allen Seiten, wenn auch niu 1in kleinen Parteien, über sie herfallenden Brandenburger das Gefühl der Unsicherheitallmählich in Furcht verwandelt, so hörte jetzt fast' jede Ueberlegung auf, und von derUeberlegenheit des eigenen Heeres bei günstigstem Terrain wird gar kein Gebrauch ge-macht. Man drängt nur nach rückwärts und jeder Versuch eines Vorstosses hat blosden Zweck, den Rückzug zu ermöglichen. Dementsprechend sendet der General-lieutenant Baron Wrangel ein Regiment Infanterie nach Fehrbellin voraus, welches dendurchstochenen Damm zuzuschütten, die verbrannten Brücken herzustellen und die Stadtmit einer Reihe von Schanzen zu umgeben, Befehl hatte.
Anstatt aber die vortreffliche Stellung an der „Linumer Landwehr" wenigstensso lange zu halten, bis jener Auftrag ausgeführt war und vor allem der kolossale Trainvon fast 3000 Axen den völlig freien Weg von 1% Meile bis Fehrbellin zurückgelegthätte, zog er, bei dem dichten Nebel in Unkenntniss, ob er nicht das ganze branden-burgische Heer, vielleicht auch gar die Kaiserlichen unter General Kopp sich gegenüberhabe, mit dem Gros seines Heeres in eine dritte Aufstellung, eine Viertelmeile jenseitsLinum, gegen Hakenberg zu und liess die „Landwehr" so schwach besetzt, dass Friedrichvon Homburg, ohne die erbetene Unterstützung abzuwarten, mit seinen Kürassierenden Durchgang erzwingen konnte.
Der Kurfürst entschied für den sofortigen Angriff mit den Worten: „Da man sonahe beim Feinde sei, müsse derselbe Fell oder Federn lassen."
Die gewünschten Dragoner wurden zugesagt und die ganze Streitmacht setzte sich,soviel es anging, in schnellere Bewegung. Da indessen bei den engen Wald- und Bruch-wegen die Colonnen nicht dicht aufgeschlossen folgen konnten, so musste öfter Halt