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1 (1887)
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auf die schwedischen Wachen zu feuern. Auf Graf Wrangeis Befehl wurde jetzt auchdas Feuer erwidert. So waren dann endlich auch der Form nach die Feindseligkeiteneröffnet.

Am 30. August rückte nun Graf Wrangel von Burg aus an die Weser, und dadie Bremer fliehen und vorerst keinen Widerstand leisten, so lässt er nach und nachTruppen in Kähnen übersetzen und selbige gegen Wolmershausen vorrücken, während erselbst mit der ganzen Cavallerie und Artillerie am Nachmittage übergeht und auf Blanke-nau marschirt.

General Arnschild geht mit Woldemar von Wrangeis Regiment bei Hemlingüber und besetzt die dortige verlassene Schanze und den Katten-Thurm. Ebenso lässtGraf Wrangel den Pass am Wartthurm und das Dorf Wolmershausen besetzen, damitdie Stadt von allen Seiten vollständig eingeschlossen werde.

Darauf zieht Graf Wrangel alle entbehrlichen Truppen aus Stade, Buxtehude undBremervörde heran und sichert seine Aufstellung gegen die Stadt durch viele Verschan-zungen, von denen aus er nach und nach immer weiter gegen die Stadt vorrückt. Bisauf 600 Schritt von den Wällen hatten die Bremer das Terrain vollständig freigelegt undeingeebnet.

In der Nacht vom 2. (12.) September machten die Belagerten ihren ersten Aus-fall und brannten dabei das Dorf Wolmershausen nieder, wodurch grosse Getreide-Vor-räthe verloren gingen; den darauf folgenden Tag entschuldigten sie sich deshalb beimReichsfeldherrn und benutzten die Gelegenheit, um wieder Unterhandlungen anzuknüpfen,die indess ganz resultatlos blieben.

Kleinere Ausfälle der Belagerten wurden jedesmal bei der Wachsamkeit der Schwe-den zurückgewiesen und die Bremer bis vor die Thore ihrer Stadt verfolgt.

Um dem Feinde diese Ausfälle zu verleiden, lässt Graf Wrangel in der Nachtvom 7. (17.) August hinter einem Meierhofe sehr geschickt ein Versteck legen. DieBremer werden richtig in der Nacht durch ein berechnetes Vorgehen anderer Abtheilun-gen verleitet, einen Ausfall zu machen, und als sie nichts ahnend diesen Abtheilungenfolgen, bricht die Bemannung des Verstecks gegen ihre Flanke und in ihrem Rückenvor und bringt ihnen bedeutende Verluste bei.

Zu einer förmlichen Belagerung fühlt sich Graf Wrangel zu schwach, namentlichaber fehlt es ihm an Artillerie. Aus diesem Grunde lässt er seine Truppen zwei ver-schanzte Lager beziehen, das eine bei Habenhausen unter seinem speziellen Befehl, dasandere bei Lankenau unter des Feldmarschalls Dohna Befehlen. Im übrigen ist die Stadtmm durch Wachen und Posten cernirt.

Während Graf Wrangel nun die Bremer durch Neckereien beschäftigt, lässt eraus Pommern Verstärkungen, namentlich schweres Geschütz und Munition kommen,um die Belagerung dann rasch zu Ende führen zu können. In dieser Zeit machen dieBremer noch einen Versuch, Unterhandlungen anzuknüpfen. Da indess Graf Wrangelihnen bestimmt erklärt, dass er sich nicht eher auf etwas einlassen würde, bisdie Stadt ihre Reichs-Immedietät ganz aufgegeben habe, so bleiben auch diese Versucheohne Erfolg.

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