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1 (1887)
Seite
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,.3. Der Herr Oberst von der Wiek mit der Artillerie samrnt der zugehörigenBedienten, ging über Damgarten, Schwan und so fort mit 400 Pferden und 4 CompagnienFussvölker vom Grotthaus'sehen Regiment, auch 600 Mann stark.-'

„Noch denselben Tag traf Seine Excellenz der Herr Reichsfeldherr mit seinerFamilie dicht vor G iistrau ein und wurde hier einlogiret."

Am 23. Januar (2. Februar) findet die Vereinigung Graf Wrangeis mit denTruppen unter Dohna bei Lauenburg an der Elbe statt, und am folgenden Tage über-schreiten beide die Elbe und rücken bis an che Grenze Bremens vor.

„An allen Orten wurde der Reichsfeldherr über die Maassen stattlich tractiret. Am25. Januar hielt derselbe unweit Bodensee mit allen Völkern Rendezvous oder Musterungund liess durch Generalmajor Ascheberg und den Ober-Generaladjutanten Latermann dieCavallerie und die Infanterie in eine Fronte stellen, worauf der Reichsfeldherr neben demGrafen Dohna und den fürstlich lüneburgischen Deputirten, solche zu sehen, vorbei ritte,wobei sich die Heerpauken und Trompeten gar lustig hören liessen."

Das ganze Corps bestand damals aus sieben starken, wohl ausgerüsteten Regimen-tern, 7000 bis 8000 Mann etwa.

Danach be'giebt sich Graf Wrangel über Buxtehude nach Stade, unterwegs vomFeldmarschall Horn mit grosser Suite empfangen. Ueber den Einzug sagt uns die Chronik:

„Hier setzte sich Seine Hochgräfliche Excellenz in des Herrn Feldmarschalls undGouverneurs, Herrn Baron Horns Carosse und wurde sammt dem Herrn Grafen und Feld-marschall Dohna, dem Herrn Grafen und Vice-Gouverneur Königsmarck, dem HerrnGenerallieutenant Ahrenschild, dem Herrn Canzlar und noch anderen Anwe senden nachherStade geleitet, in welcher Stadt alle Gassen bis an die äussersten Pforten mit Musketierenbesetzt waren."

„Alle Stücke um die Stadt wurden zweimal gelöset und Seine H ochgräfliche Excel-lenz in des Herrn Gouverneurs Behausung einquartiert."

„Am 3. (13.) Februar begab sich Graf Wrangel nach seinem Residenzschloss undHauptquartier Bremervörde."

„Am 8. (18.) Februar erschienen hier Deputirte aus Bremen, hatten am folgendenTage Audienz beim Feldherrn, und darauf zur Tafel behalten, und gegen Abend miteinem guten Rausch in der Leibkutsche wieder ins Quartier geführet. — Im übrigenwar noch zur Zeit von keiner Feindseligkeit etwas zu hören; selbige aber liessen sichbald hernachen etwas kenntlicher merken."

Am 12. (22.) Februar rückte Graf Wrangel mit seinem Stabe und 1200 Manndes Delmenschen Regiments zu Fuss gegen die Burg bei Vegesack vor und quartiert sichabends im Kloster Osterholz ein.

Wie menschenfreundlich und edel der Feldherr Graf Wrangel war, geht daraushervor, dass hier am 13. (23.) Februar wiederum Bittgesuche der Bremer eingingen,durch welche um Pässe für ihre Deputirten und um Freilassung einiger ihrer Schiffe ausVegesack gebeten wird, welche der Feldherr gewährte und dadurch grosse Freude ver-ursachte.

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