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1 (1887)
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Fünen. Indess die Schweden sind aufmerksam allen Bewegungen der Feinde gefolgt, undheim Landen tritt ihnen Graf Wrangel mit genügenden Kräften entgegen. Ein heisserKampf beginnt, der nach vierstündiger Dauer damit endigt, dass die Verbündeten totalzurückgeschlagen werden und sich schleunig ans jenseitige Ufer retten, nachdem vieleihrer Schiffe hart mitgenommen waren.

Während nun die Alliirten sich neue Fahrzeuge aus Aalborg kommen liessen, hatteauch König Carl Gustav acht Kriegsschiffe von Kronenburg aus dem Reichs-AdmiralGraf Wrangel zu Hilfe geschickt, die am 21. (31.) Juli bei der Insel Endelave anlangten.Mit diesen Schiffen liess nun Graf Wrangel am 23. Juli (2. August) die von Aalborgher ansegelnden alliirten Fahrzeuge anfallen; es glückte ihm auch, die ganze feindlicheFlotte zu vernichten, und 200 Brandenburger als Gefangene in seine Hände zu bekommen.Den folgenden Tag nahmen die Schweden noch 24 Schiffe und schössen die Stadt Aarhuusin Brand.

Nach diesen Misserfolgen zogen die Alliirten über Flensburg nach Pommern abund liessen nur acht Regimenter und 1000 Polen in .Tiitland zurück.

Nach Pommern zog auch der Kurfürst, weshalb der König Carl Gustav schon imSeptember an Graf Wrangel den Befehl ertlieilte „nach Pommern zu gehen, um daselbstdem siegreichen Vordringen der Feinde Einhalt zu thun". Kaum hatte Graf AVrangelFünen verlassen, so brach hier das Unglück über die Schweden herein.

Die in Jütland zurückgelassenen Truppen der Verbündeten, 9800 Mann stark,wurden nämlich mit Hilfe der dänisch-holländischen Flotte eingeschifft und erschienenam 29. October (8. November) vor Nyeborg, während Feldmarschall Eberstein und derbrandenburgische Generalmajor von Quast auf Middelfahrts-Sund vorgingen.

Da die Landung bei Nyeborg auf Schwierigkeiten stiess, erzwang die Hauptmachtdie Landung bei Cartemünde (Kierteminde) am 31. October (10. November) und triebnun mit leichter Mühe die wenigen schwedischen Reiter vor sich her. Eberstein undQuast landeten gleich darauf am 4. (14.) November zwischen Assens und Middelfalirt,nahmen diese beiden Orte und verjagten ebenfalls die Schweden gegen Neustadt, wo derPfalzgraf von Sulzbach stand. Nach einem höchst hartnäckigen Kampfe, in welchemdie Schweden sehr brav fochten, mussten sich dieselben in die Stadt zurückziehen undam 15. (25.) November mit Generallieutenant von Horn ergeben.

In Pommern waren im Juli die Kaiserlichen unter Graf de Souches eingefallen,hatten nach einander Greifenhagen, Damm, Kammin genommen und standen bereits vorStettin, als der Kurfürst mit 18000 Mann aus Jütland auch auf diesem Kriegsschauplatzeerschien, am 17. (27.) September die Schanzen bei Tribsees eroberte, Greifswald hart,wenngleich vergebens, bedrängte und Demmin am 11. (21.) October durch Capitulationwegnahm.

In dieser Zeit, und zwar gleich nach dem Abmärsche des Kurfürsten aus Jütland,war es, wo der bisher stets siegreiche Graf Wrangel schon im September von Fünennach Stralsund gesandt wurde, um daselbst dem unaufhaltsamen Vordringen der Ver-bündeten entgegen zu treten. Er sammelte in Stralsund die zersprengten Truppen, rüstetesie in aller Stille wieder nothdürftig aus, und sobald die überlegenen Brandenburger und